Am Samstagnachmittag in Heidenheim zeigten die Fans des FC Bayern genau, was sie über das Vorgehen der UEFA denken. „Wir fahren eh nach London. Wembley ruft uns – F… UEFA“ stand in englischer Sprache auf einem Banner geschrieben (imago-Foto), das nach dem 2:3 gezeigt wurde. Sie spielten damit auf das Finale der Champions League am 1. Juni an, denn das Gastspiel beim FC Arsenal am heutigen Dienstag muss bekanntlich ohne Anhänger des deutschen Rekordmeisters stattfinden. Dies ist die Folge einer UEFA-Strafe, die auf das Fehlverhalten Münchner Anhänger beim Achtelfinal-Hinspiel bei Lazio Rom reagiert hat. Beim 0:1 Mitte Februar in Rom waren aus dem Bayern-Block Gegenstände geworfen worden, dazu wurde Pyrotechnik gezündet. Bereits Mitte Oktober war eine Bewährungsstrafe ausgesprochen worden, die für das Spiel beim FC Arsenal im Emerates Stadium umgesetzt wird. Der FC Arsenal wies darauf hin, dass alle Anhänger des deutschen Rekordmeisters beim Hinspiel am Dienstagabend (21 Uhr/Prime Video) in London „konsequent“ abgewiesen werden müssten. Der FC Bayern erhält für das Spiel nur ein knappes Kontingent für seine Delegation. Diese Tickets sind laut Club-Angaben vertraglich gebunden. Nach Informationen unserer Zeitung hat jeder Bayern-Star zwei Tickets für Freunde und Familie zur Verfügung. Insgesamt werden knapp 150 sogenannte Edelfans, dazu zählen auch Sponsoren, erwartet. Sportvorstand Max Eberl rechnet trotzdem mit mehr Unterstützung. Er sagte gestern vor dem Abflug: „Ich wäre nicht überrascht, wenn Fans ins Stadion kommen.“ hlr, pk, bok