Nervenprobe in Madrid

von Redaktion

BVB glaubt ans Halbfinale: „Breite Brust“ – daran ändert auch der Malen-Ausfall nichts

Madrid – Der Gegner gilt als gnadenlos, der Trainer als fanatisch und die Atmosphäre im Estadio Metropolitano als hitzig. Für Borussia Dortmund wird das erste Viertelfinal-Duell in der Champions League bei Atlético Madrid zur ultimativen Nervenprobe. Karim Adeyemi erwartet am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) in der spanischen Hauptstadt eine unangenehme Aufgabe: „Denen ist es egal, wie sie spielen. Hauptsache, sie gewinnen.“

Ähnlich wie der Angreifer trat auch BVB-Trainer Edin Terzic die Reise mit Respekt an: „Wir wissen, dass sie vor allem in K.o.-Spielen extrem gut sind.“ Und BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl hob noch einmal die besondere Stimmung in Madrid hervor. „Wir wissen, was uns erwartet. Im Stadion ist eine hitzige Atmosphäre und ihr Trainer wird die Mannschaft pushen. Wir brauchen eine hohe Widerstandsfähigkeit“, sagte Kehl vor dem Abflug in die spanische Hauptstadt. Der 44-Jährige betonte aber auch: „Es kribbelt und wir freuen uns auf die Aufgabe.“

Denn es hätte den Tabellenfünften der Bundesliga bei der Auslosung härter treffen können. Ähnlich wie die Borussia haben die „Rojiblancos“ um den charismatischen und heißblütigen Trainer Diego Simeone in der heimischen Liga nichts mehr mit dem Titelrennen zu tun und liegen als Vierter bereits 17 Punkte hinter dem führenden Stadtrivalen Real. Terzic erwartet ein Duell auf Augenhöhe und macht seinen Profis Mut: „Wir fahren dorthin, holen uns ein gutes Ergebnis, um dann sechs Tage später eine fantastische Nacht in Dortmund zu erleben.“

Auch der jüngste Rückschlag im Kampf um den erneuten Champions-League-Einzug am vergangenen Samstag gegen Stuttgart (0:1) hat die Dortmunder nicht vom Glauben an den ersten Halbfinaleinzug seit 2013 abgebracht. „Wir können mit breiter Brust nach Madrid fliegen, wir sind eine super Mannschaft“, tönte der zuletzt stark aufspielende Adeyemi. Nicht minder selbstbewusst klang Abwehrspieler Nico Schlotterbeck: „Wir haben in der Champions League schon viel geleistet und brauchen uns vor niemandem verstecken.“

Bei der Bewältigung der Aufgabe in Madrid wird es jedoch nicht das erhoffte Comeback von Donyell Malen geben. Der zurzeit beste Dortmunder Angreifer, der wegen einer Muskelverletzung in den letzten beiden Liga-Spielen fehlte, stieg gestern nicht in den Flieger. „Für ihn hat es leider nicht gereicht“, sagte Kehl. dpa

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