München – Endlich herrscht Gewissheit: Alexander Nübel (27) bleibt langfristig beim FC Bayern, der Torwart hat beim Rekordmeister einen neuen Fünf-Jahres-Vertrag bis 2030 unterschrieben. Aktuell ist Nübel aber noch an den VfB Stuttgart verliehen – und soll dort ein weiteres Jahr zwischen den Pfosten stehen. Schließlich ist die Leihe ein voller Erfolg: Nübel spielte diese Saison bereits zwölf Mal zu Null, durch den offensiven Fußball von VfB-Trainer Sebastian Hoeneß wird der Torwart außerdem bestens an die Ballbesitz-Spielweise der Bayern herangeführt. Über eine Verlängerung der Leihe sagte Nübel bereits letzten Samstag nach der Partie gegen Dortmund: „Das ist eine super Option, glaube ich. Man sieht, dass ich mich wohlfühle.“
Die ungewöhnlich lange Laufzeit seines neuen XXL-Vertrags beim Rekordmeister beweist nun: Die Bayern-Bosse vertrauen Nübel – und planen mit ihm langfristig als Nachfolger für Manuel Neuer (38). Schließlich läuft der Kontrakt des Kapitäns nur noch bis zum Ende der nächsten Spielzeit. Es ist kein Geheimnis, dass Neuer nach der Heim-EM unbedingt noch einmal das „Finale dahoam“ erleben will, das am 31. Mai 2025 in der Münchner Allianz Arena ausgetragen wird.
Dieses Highlight wäre logischerweise ein idealer Zeitpunkt für ein mögliches Karriereende, zumal der Keeper zu diesem Zeitpunkt 39 Jahre alt sein wird. Ob er die Torwarthandschuhe danach an den Nagel hängt, den FC Bayern verlässt oder doch noch ein Jahr weitermacht, ist derzeit noch offen. Vieles deutet aber auf eine Wachablösung im Bayern-Tor 2025 hin.
Um einem Zweikampf mit Neuer aus dem Weg zu gehen, ist Nübel bereits vor seiner Leihe zum VfB für zwei Jahre nach Monaco geflüchtet. Und selbst, als Neuer sich vergangenen Winter verletzte, wollte Nübel nicht vorzeitig nach München kommen, weil ihm eine Garantie als unangefochtene Nummer eins fehlte. Ganze vier Partien absolvierte er deshalb nur im Kasten der Münchner, seit Nübel im Jahr 2020 als damals 23-Jähriger ablösefrei vom FC Schalke kam. Schwer vorstellbar also, dass der Keeper nach seinen starken Leistungen in Stuttgart nächstes Jahr nach München kommt, nur um sich ein weiteres Jahr auf die Bayern-Bank zu setzen.
Und auch Neuer könnte sich mit einem Karriereende 2025 abgefunden haben. Im März sind er und Ehefrau Anika erstmals Eltern geworden, die freie Zeit mit Sohn Luca teilte das Paar an den Osterfeiertagen bereits stolz in den Sozialen Medien. Aber auch abseits von Familie und Fußball ist Neuer viel beschäftigt. Schon vergangenes Jahr investierte er in die Münchner Kaffee-Rösterei Alrighty, für die Neuer als Gesellschafter auch an PR-Terminen in ihrem Shop im Werksviertel teilnimmt.
Am Donnerstag verkündete er dann die nächste Beteiligung: Neuer steigt beim Start-Up Rad Race ein, das unter anderem Rad-Shops betreibt und Rennen organisiert. Im dazugehörigen Post auf Instagram schrieb Neuer: „Ich freue mich, euch mitteilen zu können, dass ich ab sofort ein Teil von #Radrace bin und jetzt Partner dieses aufregenden Unternehmens bin.“ Dazu teilte er Fotos, auf denen er unter dem Firmen-Logo unterschrieb. Sollte sich der Keeper also tatsächlich für ein Karriereende 2025 entscheiden, hat er schon für seine eigene Zukunft vorgesorgt – genau wie Bayern und Nübel für seine Nachfolge.