München – Die großen Gefühle mussten ein bisschen warren. Den getragenen Rausschmeißer „Sierra Madre“ gröhlte der Anhang des EHC Red Bull München, die zur Saisonabschlussparty noch ein letztes Mal in die Olympia-Eishalle geströmt waren, erst einmal noch nieder.
Rund 1500 Fans waren gekommen und es wirkte als hätte man weitgehend Frieden geschlossen mit einer durchwachsenen Saison. Das galt auch für den Chef Christian Winkler, der die vergangenen Tage zur persönlichen Aufarbeitung und zum „Energie.Check“ nutzte. „Ich habe mich gefragt, ob ich noch die nötige Energie habe“, sagte er, „die Antwort ist ja.“ Vor den Fans klang das so: „Ich verspreche: Nächste Saison greifen wir wieder voll an.“
Wer im Team selbst den Angriff noch mitmachen darf, wird in den nächsten Tagen offiziell geklärt. Verteidiger Ryan McKiernan etwa kennt seine Zukunft noch nicht. „Ich hoffe sehr, dass das nicht mein letztes Jahr hier war“, sagte der 34-Jährige. McKiernan will es unbedingt noch einmal besser machen als in einer Saison, in der „wir unser Potenzial insgesamt nicht genug genutzt haben.“ Der Stachel der Niederlage könnte dabei hilfreich sein, wie auch Kapitän Patrick Hager befand.
Hager selbst geht nun übrigens in eine verlängerte Sommerpause. Anders als etwa Kollege Maxi Kastner wird er nicht für die WM in Tschechien zur Verfügung stehen, Aus familiären Gründen, wie er betonte: „Die Tür zur Nationalmannschaft ist nicht grundsätzlich zu.“ rp