Kanada in Bedrängnis: Connor Bedard (r.) wird vom Österreicher Bernd Wolf attackiert. © dpa/Kamaryt Michal
Ostrava – Mit einer irren Aufholjagd hat Österreich Goldkandidat Kanada bei der Eishockey-WM mächtig geärgert, zum Sieg reichte es am Ende für den Außenseiter aber nicht. 1:6 lag das Team aus der Alpenrepublik vor dem Schlussdrittel in Prag zurück, dann ging es Schlag auf Schlag. Benjamin Baumgartner (44.), Peter Schneider (45./56.), Dominic Zwerger (51.) sowie der für Minnesota in der NHL stürmende Marco Rossi (60.) sorgten für das 6:6 und erzwangen die Verlängerung. Schon nach 15 Sekunden in der Overtime schoss John Tavares Titelverteidiger Kanada zum Sieg.
„Das wird uns eine Lehre sein“, sagte Tavares nach dem 7:6 (3:1, 3:0, 0:5, 1:0)-Sieg der NHL-Cracks. Die Österreicher schwankten zwischen Stolz und Enttäuschung. „Wir haben im dritten Drittel Schwung aufgenommen, waren als Team dran und die Pucks sind reingegangen. Ich freue mich wirklich für die Jungs, ich bin wirklich stolz“, sagte Doppeltorschütze Schneider: „Es ist schade, dass wir das Spiel nicht gewinnen konnten.“ Der Weltverband IIHF attestierte den Österreichern aber die größte Aufholjagd in der Geschichte der Weltmeisterschaften.
Kanada gab in der Gruppe A den ersten Punkt ab, blieb nach drei Spielen aber weiter ungeschlagen. Erstmals gehört der neue Superstar Connor Bedard (Chicago Blackhawks) dem Kader. Fünf Tore gelangen dem 18-Jährigen in den bislang drei Spielen.
SID