Berlin – Etwas über ein halbes Jahr nach seinem Doping-Geständnis hat Jan Ullrich weitere Einblicke in seine bewegte Vergangenheit gewährt. „Letztendlich habe ich betrogen, ja“, erklärte der frühere Tour-de-France-Sieger im ZDF-Sportstudio und bekannte: „Es war nicht richtig, was wir gemacht haben.“ Er sei anfangs „naiv“ gewesen, was Doping angeht, sagte der heute 50-Jährige. In seinem damaligen Team Telekom habe man ihm dann „plausibel erklärt“, dass Doping „flächendeckend im Profi-Radsport“ dazugehöre. Den Großteil des heutigen Tour-Felds hält Ullrich für sauber. „Ich glaube, dass das heute nicht mehr flächendeckend möglich ist, zu dopen“, sagte Ullrich. Zudem habe die neue Generation „aus unseren Fehlern gelernt“.
SID