LEICHTATHLETIK-EM

von Redaktion

■ Ingebrigtsen famos

Leichtathletik-Star Jakob Ingebrigtsen hat mit famosen Schlussspurt zum dritten Mal in Folge EM-Gold über 5000 m gewonnen. Der norwegische Wunderläufer triumphierte am Samstag in Rom in einem taktischen Rennen in 13:20,11 Minuten vor George Mills (Großbritannien/13:21,38) und Dominic Lobalu aus der Schweiz (13:21,61).

Bester Deutscher im Stadio Olimpico war Max Thorwirth aus Düsseldorf auf Rang 22 (13:41,29). Kurz dahinter landeten Florian Bremm (Höchstadt/Aisch) als 23. (13:42,30) und Mohamed Abdilaahi (Dortmund/13:58,89) auf Rang 26.

Ingebrigtsen beobachtete das Geschehen im Feld zunächst von hinten, ehe er zum Ende aufdrehte. In Rom peilt der erst 23-Jährige erneut das Double über 5000 und 1500 m. Ein Hattrick aus Doppel-Gold – in Berlin 2018 und München 2022 holte er jeweils beide EM-Titel – ist noch niemanden gelungen.

■ Überflieger Tendoglou

Weitsprung-Olympiasieger Miltiadis Tendoglou hat mit einer spektakulären Flugshow den EM-Hattrick perfekt gemacht. Der griechische Weltmeister gewann im Stadio Olimpico in Rom mit Meisterschaftsrekord von 8,65 m vor dem Italiener Mattia Furlani, der mit 8,38 m einen U20-Weltrekord aufstellte. Bronze ging in einem hochklassigen Wettbewerb an den Schweizer Zehnkämpfer Simon Ehammer (8,31).

■ Drama-Bronze für die Ukraine

Ljudmyla Oljanowska kämpfte buchstäblich bis zum letzten Schritt – und wurde belohnt. Die Geherin sorgte mit ihrem beherzten Schlussspurt zum Auftakt der Leichtathletik-EM in Rom für eine kuriose wie emotionale Szene. Die Spanierin Laura Garcia-Caro hatte sich auf der Schlusssrunde im Stadio Olimpico auf Medaillenkurs liegend bereits eine Fahne ihres Landes geschnappt und ganz offenbar nicht mehr mit Oljanowska gerechnet – mit schwerwiegenden Folgen: Die Ukrainerin fing Europas Jahresbeste unmittelbar vor der Ziellinie noch ab und jubelte nach 20 km über Bronze.

„Natürlich war ich auf dem letzten Kilometer und den letzten Metern müde, aber ich wollte diese Medaille unbedingt für mein Land gewinnen“, sagte Oljanowska, die am Ende zeitgleich mit Garcia-Caro in 1:28,48 Stunden die Ziellinie überquerte: „Das Wichtigste ist, dass ich meiner Mutter, meinem Vater und der ganzen Ukraine ein großes Dankeschön sagen muss.“

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