■ FRANKREICH
Selbst Nationaltrainer Didier Deschamps musste zugeben, dass es ein Unterschied ist, ob Kylian Mbappe spielt oder nicht. Im letzten EM-Test gegen Kanada (0:0) saß der angeschlagene Superstar bis zur 74. Minute auf der Bank, der harmlose Auftritt dient als Beleg für die Abhängigkeit der Equipe Tricolore von ihrem Ausnahmekönner. Gegen Luxemburg (3:0) war der neue Star von Real Madrid noch an allen Toren beteiligt gewesen, in der Partie hatte Mbappe aber einen Schlag abbekommen.
■ ITALIEN
Wie lässt sich dieses 1:0 gegen Bosnien-Herzegowina bei der EM-Generalprobe nun einordnen? Darüber wird in den italienischen Medien heiß diskutiert, schließlich habe der Gegner auch ohne Starstürmer Edin Dzeko das eine oder andere Mal für „Angst und Schrecken“ in der Defensive der Azzurri gesorgt, wie die Gazzetta dello Sport schrieb. Weil Davide Frattesi nach der dürftigen Nullnummer gegen die Türkei vor einer Woche das einzige Tor der italienischen Vorbereitung gelang, reist der Titelverteidiger vorsichtig optimistisch in sein Quartier in Iserlohn.
■ SPANIEN
Mit einem Erfolg gegen Nordirland (5:1) und ordentlich Selbstvertrauen im Gepäck ist einer der Turnierfavoriten im Hotel Öschberghof in Donaueschingen herzlich empfangen worden. Am Montagabend stand für die Furia Roja bereits ein öffentliches Training an, die Tickets dafür waren im Vorfeld schnell vergriffen. Die Spanier nehmen einen weiteren Anlauf, um zum alleinigen EM-Rekordsieger aufzusteigen. Drei Titel gewann die Furia Roja bislang (1964, 2008, 2012), genauso viele wie die DFB-Auswahl.
■ ÖSTERREICH
Der Fokus von Ralf Rangnick richtet sich einzig und allein auf die EM. Und das liegt vor allem daran, dass er dem FC Bayern vor einigen Wochen abgesagt hat. „Die Vorstellung, zweieinhalb Monate Trainer von beidem zu sein“, habe ihn von dem Job in München abgehalten, sagte Österreichs Teamchef dem kicker: „Wir haben hier in Österreich zwei Jahre investiert, um dahin zu kommen, wo wir jetzt sind. Das wollte ich nicht gefährden.“
■ GEORGIEN
Von Spiel zu Spiel denken? Die nächste Partie ist immer die wichtigste? Das gilt nur bedingt für Willy Sagnol, dessen Gedanken längst auch um das abschließende Duell seiner Georgier in Gruppe F mit Portugal kreisen. Für einen der Söhne des Nationaltrainers wird schließlich ein Traum wahr. Den letzten EM-Test gewann der Turnierdebütant mit 3:1 in Montenegro.
SID