Rückgrat der EM 1980: Karl-Heinz Förster. © Imago
Setzt auf Jugendstil: Paul Breitner. © imago
Setzt auf Teamspirit: Stefan Kuntz (r.). © Imago
Ein Freund der Offensive: Felix Magath. © imago
Ein Herz für Stürmer: Thomas Häßler (li.). © imago
Brennen für Deutschland: Markus Babbel. © Imago
Eisenharter Verteidiger: Jürgen Kohler. © imago
Warnt vor Schottland: Sepp Maier (r.). © Imago
Der Alles-Gewinner: Lothar Mathäus. © Imago
Defensiv-Garant: Thomas Helmer. © Imago
König von 1996: Jürgen Klinsmann. © Imago
München – Los geht`s, das DFB-Team startet heute in München gegen Schottland (21 Uhr, ZDF und MagentaTV) in das Turnier im eigenen Land. Elf Europameister machen der DFB-Elf Mut.
Markus Babbel (51, Europameister 1996): „Die Jungs haben Qualität und sollen das einfach zeigen. Sie können ohne Angst und mit viel Vertrauen spielen, denn die Nation steht hinter ihnen. Julian Nagelsmann hat neuen Geist und neuen Wind reingebracht. Da sind Spieler am Start, die brennen und es als Ehre ansehen, für Deutschland zu spielen“.
Jürgen Klinsmann (59, 1996): „Natürlich werden sie ihr Bestes geben, dass sie gut ins Turnier kommen. Wir wünschen uns natürlich alle, dass die Mannschaft Erfolg hat, gut ins Turnier reinkommt, Freude ausstrahlt und das Land mitnimmt. Aber du kannst nicht etwas kopieren, was vor 20 Jahren passiert ist. Das ist auch gar nicht nötig. Ich glaube fest an mindestens das Halbfinale“.
Paul Breitner (72, 1972): „Ich freue mich am meisten darauf, dass der Bundestrainer eine Mannschaft gefunden hat, die neuen jungen Spielern, die sich in dieser Saison in den Vordergrund gespielt haben, eine Chance gibt. Wenn sie sich von der Erwartungshaltung im Stadion nicht einschüchtern lassen, ist viel möglich“
Sepp Maier (80, 1972): „Mannschaften wie Schottland können gut verteidigen und pressen, sie haben sich souverän qualifiziert. Zahlreiche schottische Spieler spielen n den großen Ligen der Welt, zum Beispiel in England. Also Vorsicht. Aber im eigenen Land zu spielen, wie wir bei der WM 1974, das beflügelt dich als Spieler“
Thomas Helmer (59, 1996): „Deutschland hat einen guten Kader, die Typen passen zusammen, die Leute freuen sich aufs Turnier. Einfach wird es aber nicht. Die Mannschaft, die man auf jeden Fall schlägt, gibt es nicht mehr. In der Offensive mache ich mir keine Sorgen,. Unser Titel ging über eine gute Defensivleistung. Das wird der Schlüssel sein“.
Thomas Häßler (58, 1996): „Natürlich bin ich optimistisch,. Schlussendlich haben wir gute Spieler, spielen zu Hause, das ganze Land steht hinter dem Team. Das Finale ist auf alle Fälle drin. Julian Nagelsmann hat mit Toni Kroos einen sehr erfahrenen Spieler zurückgeholt, der das Team zusammenhält. Darüber hinaus finde ich es ganz wichtig, dass wir mit Füllkrug einen echten Stürmer vorne drin haben..“
Jürgen Kohler (58, 1996): „In der Tat sehe ich gute Chancen, dass wir Europameister werden. Das muss auch der Anspruch sein, andere Nationen sind auch nicht besser. In der Gruppenphase wäre alles andere als Platz eins eine Enttäuschung. In der Offensive haben die Spieler ihre Qualitäten bewiesen. Doch: Die Abwehr ist das Fundament zum Titel..“
Stefan Kuntz (61, 1996): „Es wird Zeit, dass unsere Mannschaft von 1996 als letzter deutscher Europameister abgelöst wird. Ich traue es der Mannschaft von Julian Nagelsmann absolut zu. Der Teamspirit scheint zu stimmen, die Qualität ist absolut vorhanden. Dann braucht man nur noch etwas Glück. Bei den vergangenen Turnieren gab es meiner Meinung nach immer unterschiedliche Störfaktoren von außen. Das ist bei der Heim-EM bisher nicht der Fall.“
Felix Magath (70, 1980): „Mut macht mir, dass der Bundestrainer eine Struktur und mit Toni Kroos einen Mann gefunden hat, der die Mannschaft auch führt. Ziel kann natürlich nur der Titel sein, auch wenn man nicht als Favorit in so ein Turnier geht. Ich habe immer dazu tendiert, mit großen Stürmern zu spielen. Für den Fall, dass man gegen massive Abwehrreihen antreten muss. Aber wir haben ja mit Musiala und Wirtz tolle Offensiv-Talente.“
Karl-Heinz Förster (65, 1980): „In der Abwehr wurde einiges geändert. Mit Leverkusens Double-Sieger Tah und Champions-League-Gewinner Rüdiger von Real Madrid haben wir zwei gute Innenverteidiger. Da ich selbst Abwehrspieler war, war für mich immer klar: Die Verteidigung muss stehen. Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive Titel.“
Lothar Matthäus (63, 1980): „Die Stimmung im Team scheint gut zu sein, das darf nur die Konzentration in den Spielen nicht stören. Wir haben Spieler vom erfolgreichen Clubs. Ich habe gar keine Angst vor dem Turnier, wenn die Mannschaft funktioniert, wenn sie stabil sind im gesamten Team, nicht nur unter den ersten Elf.“
M. BONKE, P. KESSLER