München – Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sieht die Sicherheitskräfte vor Beginn der Fußball-EM heute gut aufgestellt. Trotz einer verschärften Sicherheitslage sei er „sehr zuversichtlich, dass wir wunderbare, entspannte Spiele erleben werden“, sagte Herrmann im Bayerischen Rundfunk. Die Behörden im Freistaat hätten monatelang an Sicherheitskonzepten für die EM gearbeitet, sagte Herrmann. Mit der EU-Grenzschutz-Agentur Frontex sei man in ständiger Abstimmung. Der bayerische Innenminister erklärte, dass auch an den EU-Außengrenzen darauf geachtet werde, ob Personen etwa mit islamistischen oder anderen extremistischen Bezügen eine Einreise versuchten. Auch die Kontrollen an den bayerischen Grenzen seien vor der EM noch einmal verstärkt worden, sagte Herrmann. „Trotzdem glaube ich, dass wir es hinkriegen, auch mit dem Einsatz der bayerischen Grenzpolizei, dass es nicht kilometerlange Staus gibt.“ Zum Start der EM an diesem Freitag seien allein in München, wo mit dem Duell Deutschland gegen Schottland das erste Spiel stattfindet, rund 2000 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz. Zwischen den Bundesländern gebe es im Moment mehrmals täglich einen Informationsaustausch über Hooligans und mögliche Risiken von islamistischen Anschlägen.
DPA