Luka Modric © dpa
Berlin – Als sich Luka Modric das erste Mal das Nationalmannschaftstrikot überzog, war Lamine Yamal noch nicht einmal geboren. Nun ruhen Spaniens EM-Hoffnungen auf dem Wunderkind – und doch kann sich Yamal kurz vor dem wegweisenden Duell mit der geballten Erfahrung Kroatiens nicht vor den Pflichten eines ganz normalen 16-Jährigen drücken.
„Ich muss meine Hausaufgaben online machen und an den Lehrer schicken“, verrät das Offensiv-Juwel des FC Barcelona im Interview mit der Sportzeitung „AS“, unter dem verschmitzten Lachen blitzt seine Zahnspange hervor. Der Lehrer werde ihn doch aber nicht durchfallen lassen? „Ich hoffe nicht.“
Allzu viele Gedanken dürfte Yamal derzeit jedoch nicht an die Schule verlieren: Denn am Samstag (18.00 Uhr) könnte er mit 16 Jahren und 338 Tagen beim Auftakt der spanischen Nationalmannschaft im Berliner Olympiastadion der jüngste EM-Spieler werden. Auf der anderen Seite: Routinier Modric, 38 Jahre alt und trotz seines Alters bereit wie eh und je. „Er kann es kaum erwarten, für Kroatien zu spielen und unser Anführer zu sein“, sagte Trainer Zlatko Dalic über den Mittelfeldstrategen von Real Madrid.
Für Modric ist es wohl das letzte große Turnier im Nationaltrikot, zum ganz großen Triumph hat es noch nicht gereicht. „Ich werde spielen, bis Kroatien etwas Wichtiges gewinnt – oder mich ein Besserer verdrängt“, hatte der Weltfußballer von 2018 noch vor der WM 2022 gesagt. Beides ist offensichtlich noch nicht passiert, doch die Zeit der „Goldenen Generation“ um Modric neigt sich dem Ende zu. Der Respekt beim Gegner ist groß. „Für ihre Nation zu spielen, gibt ihnen einen Schub. Sie haben einen unglaublichen Hunger. Wir haben alle gesehen, wie sie auf diesem Niveau performen können“, sagte Dani Olmo von RB Leipzig.
SID