Im letzten Moment zur EM: Ex-Bayer Joshua Zirkzee. © EPA
Wolfsburg – Die Niederlande gehen mit einem kompletten Kader in die Fußball-EM. Bondscoach Ronald Koeman nominierte Joshua Zirkzee (23), ehemals Stürmer des FC Bayern, als 26. Spieler nach. Koeman reagierte damit auf das jüngste Verletzungspech beim Europameister von 1988. Frenkie de Jong vom FC Barcelona und Teun Koopmeiners (Atalanta Bergamo) mussten für das Turnier absagen. Vor Zirkzee, der mittlerweile beim FC Bologna in Italien spielt, hatte der Trainer bereits Ian Maatsen (22) von Borussia Dortmund nachträglich in sein Aufgebot berufen. Wie Maatsen bestritt auch Zirkzee noch kein A-Länderspiel.
Maatsen wurde von seiner späten Nominierung vollkommen überrascht. „Ich war vor Mykonos auf einem Boot, als plötzlich das Telefon klingelte. Dann musste ich so schnell wie möglich meine Sachen packen“, erzählte der 22-Jährige am Donnerstag im EM-Quartier in Wolfsburg. Beim Anruf von Koeman habe er aber selbstredend keinen Cocktail, sondern „ein Wasser“ in der Hand gehalten, fügte er mit einem Grinsen an.
Freundin Emely war nicht böse, dass Ian zum Nationalteam eilte. „Sie hat sich für mich gefreut. Sie sagte: ‚Mach dir keine Sorgen, geh und hab Spaß.‘ Wir hatten fünf Tage viel Sonne, das war schön. Es war eine gute Zeit, um dem Alltag zu entfliehen“, so der Außenverteidiger.
SID