„Ein Auftakt wie gemalt!“

von Redaktion

Die Experten schwärmen vom Eröffnungsspiel

Nagelsmann hatte schon vor Anpfiff ein gutes Gefühl.

München – Recht viel besser geht’s nicht! Zugegeben, die Schotten waren jetzt nur bedingt ein Gegner auf Augenhöhe. Dass die Tartan Army von Beginn an neben sich stand, war aber auch dem brillanten Spiel der deutschen Nationalelf geschuldet. Toni Kroos gab den Dirigenten, den das DFB-Team so lange so schmerzlich vermisst hatte. Hinten ließen sowohl Antonio Rüdiger als auch Jonathan Tah nichts anbrennen. Und vorne: Wirbelten, tricksten und trafen die zwei Wunderkinder namens Florian Wirtz und Jamal Musiala. Das macht Lust nach mehr. Eine Meinung, die auch die Fachexpertise nach dem Schützenfest zum EM-Auftakt teilten.

Zumal die es gewissermaßen schon vor Anpfiff in Fröttmaning gefordert hatte. „Ich erwarte schon ein bisschen mehr als ein gequältes 1:0“, meinte beispielsweise Ex-Capitano Michael Ballack am MagentaTV-Mikro. „Auch wenn wir das Ergebnis natürlich nehmen würden. Trotzdem ist das natürlich ein Zeichen wie ich in das Turnier starte.“ Und was für eines es nach 90 Minuten war. Auch der ehemalige Nationalspieler Robin Gosens ließ durchblicken, dass ein derart furioser Start von enormer Bedeutung für die restlichen Spiele sein kann. „Das ist unglaublich wichtig für den weiteren Turnierverlauf“, so der Verteidiger von Union Berlin.

In dieselbe Kerbe schlug Mario Gómez. „Wenn man sich einfach mal unsere Mannschaft anschaut, alles andere weglässt und nur aufs Talent schaut, dann finde ich, dass wir mit eine der besten Mannschaften sind“, so der Ex-Stürmer und aktuelle Red-Bull-Direktor. Und weiter: „Wir spielen im eignen Land, man spürt jetzt auch im Stadion, dass sich die Leute freuen.“ Vor allem dann, als die deutsche Mannschaft loslegte, was auch den Bundestrainer ein Lächeln ins Gesicht zauberte: „Das sind schon besondere Momente, die man auch genießen muss, genießen darf. Wir sind hier, weil wir das lieben, was wir machen. Und das darf man auch gerne sehen“, so Nagelsmann. Man sah es. Und wie.

Sogar Ilkay Gündogan, über dessen „Versetzung“ ins offensive Mittelfeld diskutiert worden war, erfüllte seinen Job mit Fleißsternchen. „Er ist ein bisschen Opfer des Systems“, meinte Ex-Nationalspieler Christoph Kramer im ZDF. „Er tut sich auf der Kroos-Andrich-Position leichter, aber diese Positionen sind zurecht besetzt. Es ist viel unberechtigte Kritik aufgekommen, aber er spielt sehr sauber und kann viel für Musiala und Wirtz aufziehen.“ Eine Aufgabe, die der Spieler des FC Barcelona souverän erledigte. Schlussfazit Per Mertesacker: „Vom Teamspirit her bis hin zur individuellen Qualität haben wir alles gezeigt.“ TV-Kollege Kramer ergänzte: „Ein Auftakt wie gemalt!“

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