Ungarischer Antreiber: Dominik Szoboszlai vom FC Liverpool schreibt nach dem Training Autogramme. © Weller/dpa
Nicht nur Prince William hofft auf einen Erfolg von Gareth Southgate und dem englischen Team. © Cooper/AFP
Gruppe B, 1. Spieltag: Spanien – Kroatien (18.00 Uhr/ARD/MagentaTV)
Berlin, Olympiastadion
Spanien: Die Spanier haben den vierten EM-Titel nach 1964, 2008 und 2012 als Ziel ausgegeben. Trainer Luis de la Fuente setzt dabei auf eine Mischung aus Routiniers wie Carvajal, Rodri und Morata und Toptalente wie Pedri und Yamal. Leipzigs Olmo muss um einen Platz in der Startelf kämpfen. Yamal, der erst am Tag vor dem Finale 17 wird, könnte jüngster Spieler der EM-Historie werden.
Kroatien: Mit Platz zwei bei der WM 2018 und Rang drei 2022 hat sich das kleine Fußball-Land den Status des Geheimfavoriten erkämpft. Allerdings ging es bei einer EM noch nie über das Viertelfinale hinaus. Im Fokus steht Kapitän Modric. Für den Champions-League-Sieger von Real Madrid dürften es die letzten Auftritte im Nationalteam sein.
Die voraussichtlichen Aufstellungen:
Spanien: 23 Simon – 2 Carvajal, 3 Le Normand, 4 Nacho, 12 Grimaldo – 6 Merino, 16 Rodri – 20 Pedri – 19 Yamal, 7 Morata, 17 Williams
Kroatien: 1 Livakovic – 2 Stanisic, 6 Sutalo, 3 Pongracic, 4 Gvardiol – 11 Brozovic – 10 Modric, 8 Kovacic – 7 Majer, 16 Budimir, 9 Kramaric
Schiedsrichter: Michael Oliver (England)
Gruppe A, 1. Spieltag: Ungarn – Schweiz (15.00 Uhr/MagentaTV)
Köln, Cologne Stadium
Ungarn: Bei der fünften EM-Teilnahme wollen die Ungarn auf jeden Fall die Vorrunde überstehen. Dabei setzt Trainer Marco Rossi, der einst für Eintracht Frankfurt kickte, auf sechs Deutschland-Legionäre. Star der Magyaren, deren goldene Zeiten mehr als 50 Jahre zurückliegen, ist Dominik Szoboszlai. Der frühere Bundesligaprofi von RB Leipzig, der im Vorjahr zum FC Liverpool wechselte, ist Antreiber und Kapitän der Mannschaft.
Schweiz: Nach dem Erreichen des Viertelfinales bei der vergangenen EM-Endrunde 2021, dem bisher größten internationalen Erfolg, sind die Erwartungen bei den Eidgenossen gestiegen. Die Qualifikation für das Turnier in Deutschland verlief allerdings holprig. Für Trainer Murat Yakin, der früher für den VfB Stuttgart und den 1. FC Kaiserslautern in der Bundesliga spielte, geht es auch um die Zukunft. Sein Vertrag läuft nach der EM aus.
Die voraussichtlichen Aufstellungen:
Ungarn: 1 Gulacsi – 2 Lang, 6 Orban, 4 Szalai – 14 Bolla, 8 A. Nagy, 17 Styles, 11 Kerkez – 20 Sallai, 10 Szoboszlai – 19 Varga
Schweiz: 1 Sommer – 22 Schär, 5 Akanji, 13 Rodriguez – 3 Widmer, 8 Freuler, 10 Xhaka, 19 Ndoye – 23 Shaqiri, 17 Vargas – 25 Amdouni
Schiedsrichter: Slavko Vincic (Slowenien)
Gruppe B, 1. Spieltag: Italien – Albanien (21.00 Uhr/ARD/MagentaTV)
Dortmund, BVB Stadion
Italien: Der Titelverteidiger will in der schweren Gruppe mit Kroatien und Spanien unbedingt einen guten Start hinlegen. Gegen die defensivstarken Albaner dürfte Coach Luciano Spalletti auf ein 3-4-2-1 setzen. Der Einsatz des zuletzt angeschlagenen Nicolò Barella soll sich erst kurzfristig entscheiden.
Albanien: Die Mannschaft des brasilianischen Trainers Sylvinho gilt als Außenseiter. Zu unterschätzen ist das Team mit dem Darmstädter Profi Klaus Gjasula bei seiner zweiten EM-Teilnahme seit 2016 jedoch nicht. Der Gruppensieg in der EM-Qualifikation vor Tschechien und Polen sollte den Italienern Warnung sein.
Italien: 1 Donnarumma – 13 Darmian, 4 Buongiorno, 23 Bastoni – 24 Cambiaso, 16 Cristante, 8 Jorginho, 3 Dimarco – 7 Frattesi, 14 Chiesa – 9 Scamacca
Albanien: 23 Strakosha – 4 Hysaj, 6 Djimsiti, 5 Ajeti, 3 Mitaj – 10 Bajrami, 20 Ramadani – 9 Asani, 21 Asllani, 15 Seferi – 11 Broja
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Deutschland)
Gruppe C, 1. Spieltag: Slowenien – Dänemark (18.00 Uhr/ZDF/MagentaTV)
Stuttgart, Stuttgart Arena
Slowenien: Für die Slowenen ist es die zweite Teilnahme. Bei der Premiere im Jahr 2000 war nach der Vorrunde und ohne einen Sieg Schluss. Auch diesmal hat die Mannschaft von Trainer Kek, die ihre Vorzüge in der Defensive hat, wohl nur Außenseiterchancen. Die bekanntesten Namen sind Torhüter Oblak und Angreifer Sesko von RB Leipzig.
Dänemark: 1992 gewannen die Dänen die EM als Underdog. 32 Jahre später peilen sie wieder eine Überraschung an. In der Mannschaft steckt eine Menge Bundesliga-Power. Der Schlüsselspieler ist aber Eriksen von Manchester United, der seit seinem Herzstillstand 2021 mit einem Defibrillator spielt.
Die voraussichtlichen Aufstellungen:
Slowenien: 1 Oblak – 2 Karnicnik, 23 Brekalo, 6 Bijol, 13 Janza – 22 Gnezda Cerin – 10 Elsnik, 15 Horvat – 9 Sporar, 11 Sesko, 17 Mlakar
Dänemark: 1 Schmeichel – 2 Andersen, 6 Christensen, 3 Vestergaard – 5 Maehle, 15 Nørgaard, 23 Højbjerg, 17 Kristiansen – 10 Eriksen, 14 Damsgaard – 9 Højlund
Schiedsrichter: Sandro Schärer (Schweiz)
Gruppe C, 1. Spieltag: Serbien – England (21.00 Uhr/ZDF/MagentaTV)
Gelsenkirchen, Arena auf Schalke
Serbien: Erstmals, seitdem Serbien ein eigenständiges Nationalteam hat, ist das Team dabei. Die Serben sind gegen England Außenseiter, zeigten sich jüngst aber in Form. Im letzten EM-Test besiegte die Mannschaft von Coach Stojkovic Schweden mit 3:0. Vlahovic von Juventus Turin und Mitrovic, der in Saudi-Arabien sein Geld verdient, sind starke Angreifer.
England: Die seit 58 Jahren titellosen Three Lions gehen als einer der Topfavoriten in das Turnier, trotz mauer Vorbereitung. Die Hoffnungen ruhen auf CL-Sieger Bellingham und Bayern-Star Kane. Anders als in den vergangenen Jahren nominierte Chefcoach Southgate diesmal mutig. Routiniers wie Henderson und Sterling wurden nicht berücksichtigt, auch Maguire ist nicht dabei.
Die voraussichtlichen Aufstellungen:
Serbien: 23 V. Milinkovic-Savic – 3 Stojic, 4 Milenkovic, 2 Pavlovic – 14 Zivkovic, 17 Ilic, 20 S. Milinkovic-Savic, 6 Gudelj, 25 Mladenovic – 7 Vlahovic, 9 Mitrovic
England: 1 Pickford – 2 Walker, 5 Stones, 6 Guehi, 12 Trippier – 8 Alexander-Arnold, 4 Rice – 7 Saka, 10 Bellingham, 11 Foden – 9 Kane
Schiedsrichter: Daniele Orsato (Italien)
Gruppe D, 1. Spieltag: Polen – Niederlande (15.00 Uhr/RTL/MagentaTV)
Hamburg, Volksparkstadion
Polen: Die Polen müssen ohne Robert Lewandowski antreten. Dabei ist kaum ein anderes EM-Team so abhängig von nur einem wichtigen Spieler. Der frühere Bayern-Torjäger hat einen Muskelfaserriss und ist damit nicht der einzige verletzte Stürmer: Arkadiusz Milik verpasst die EM komplett. Karol Swiderskis Einsatz gegen die Niederlande ist noch fraglich.
Niederlande: Das Oranje-Team hatte vor dem ersten EM-Spiel mit Verletzungen zu kämpfen. In Frenkie de Jong und Teun Koopmeiners mussten zwei wichtige Spieler kurzfristig passen. Dennoch ist die Stimmung bei der Elftal gut. In der Vorbereitung gab es zweimal ein klares 4:0 gegen Kanada und Island. An Deutschland haben die Niederlande gute Erinnerungen. 1988 gelang im Nachbarland der bislang einzige große Titel.
Die voraussichtlichen Aufstellungen:
Polen: 1 Szczesny – 5 Bednarek, 3 Dawidowicz, 14 Kiwior – 19 Frankowski, 24 Slisz, 21 Zalewski – 6 Piotrowski, 10 Zielinski – 7 Swiderski, 23 Piatek
Niederlande: 1 Verbruggen – 22 Dumfries, 3 de Ligt, 4 van Dijk, 5 Aké – 24 Schouten, 16 Veerman – 14 Reijnders – 11 Gakpo, 10 Depay, 7 Simons
Schiedsrichter: Artur Soares Dias (Portugal)