„Mein Tätowiererhatte noch Zeit“: Robert Andrich über die Grätsche auf seiner Wade. © IMAGO
München – Robert Andrich gilt in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft als „Arbeiter“, dem auch rustikales Einsteigen nicht fremd ist – das bringt der Profi von Bayer Leverkusen auch auf seiner Wade zum Ausdruck. Dort hat er sich vor „sieben, acht Jahren sehr spontan“ eine Grätsche tätowieren lassen, wie er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erzählte. „Wir hatten ein anderes Motiv gemacht, mein Tätowierer hatte noch ein bisschen Zeit. Ich fand die Grätsche damals schon lustig, sie spiegelt meine Mentalität wider“, berichtete Andrich.
Wie für ihn die perfekte Grätsche aussieht? „Die beste Situation ist, jemanden abzugrätschen und einen Konter einzuleiten“, meinte der 29-Jährige. „Beim Grätschen den Ball zu spielen und dem Gegner ein bisschen wehzutun kann auch mal nötig sein, um ein Zeichen zu setzen“, führte Andrich aus und betonte: „Aber alles, was im und am eigenen Strafraum ist, da sollte man sich schon sicher sein, dass man beim Grätschen kein Foul spielt.“
Zu dieser Haltung passen die Idole, denen Andrich einst nachgeeifert hat. „Bastian Schweinsteiger war sehr, sehr lange mein Vorbild, als er noch gespielt hat, danach wurde es Sergio Ramos.“ In der DFB-Auswahl ist er nun auf die Rolle des „Zuarbeiters“ für Mittelfeldchef Toni Kroos festgelegt. Das kommt ihm entgegen: „Ein Riesenplus.“
DPA