Der Ball auf dem Hamburger Fanfest. © IMAGO
Die Ordner-Grätsche gegen Portugals Stürmer Ramos. © IMAGO
Ein englischer Fußball-Anhänger hat offenbar den XXL-EM-Ball auf dem Hamburger Fanfest auf dem Gewissen. Wie das „Abendblatt“ berichtet, soll ein Fan nach dem 1:0-Sieg der Three Lions gegen Serbien am vergangenen Donnerstag derart gegen das beliebte Foto-Objekt mit dem Namen „Fußballliebe“ getreten haben, dass der beschädigte Ball vom blauen Podest entfernt und verschrottet werden musste. Immerhin: Der Fan zeigte sich demnach reumütig und meldete seinen Fehltritt umgehend. Nun soll innerhalb der nächsten Tage ein Ersatzball des Herstellers adidas in die Hansestadt gebracht werden, damit die Besucher auf dem Heiligengeistfeld wieder Schnappschüsse knipsen können.
Ähnlich wie dem XXL-Ball ist es Goncalo Ramos gegangen. Nichts ahnend lief der portugiesische Stürmer in Richtung Spielfeldrand, dann lag er plötzlich mit Schmerzen auf dem Dortmunder Rasen: Nach dem überzeugenden 3:0 (2:0)-Erfolg seiner Nationalmannschaft gegen die Türkei ist es nämlich ebenfalls zu einem kuriosen Zwischenfall gekommen. Ein Ordner, der Superstar Cristiano Ronaldo vor einem der vielen Flitzer im Stadion beschützen wollte, rutschte direkt vor Ramos aus – und krachte dann mit vollem Tempo in den Spieler von Paris St.-Germain hinein.
Nach seinem schmerzhaften Sturz rappelte sich Ramos schnell wieder auf, warf dem Ordner einen bösen Blick zu – und humpelte anschließend vom Platz. Ob sich der Stürmer bei dem Zwischenfall ernsthaft verletzt hat, blieb zunächst unklar.
Nicht ganz so lustig: Wegen der EM hat die Bundespolizei am Samstag an der deutsch-belgischen Grenze bei Aachen zahlreiche Reisende kontrolliert. Dabei seien verbotene Pyrotechnik und mehrere Messer sichergestellt worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Genau dafür sei der Einsatz gedacht: „Wir wollen verhindern, dass gewaltbereite Fans mit Sturmhauben und Schlagwerkzeugen ins Stadion gelangen“, sagte er.
Mehrere Kontrollierte müssten mit Anzeigen rechnen. Zurückweisungen von Fans an der Grenze habe es bis zum Nachmittag aber noch nicht gegeben. Viele Fans feierten auch schon bei der Anreise friedlich das bevorstehende Spiel ihrer Mannschaft. Belgien trat am Samstagabend in Köln gegen Rumänien an und siegte 2:0. Am vergangenen Wochenende hatte es bereits Schwerpunktkontrollen an der deutsch-niederländischen Grenze bei Kleve gegeben.
Ebenfalls unerfreulich: Kurz vor Ende des 3:1-Sieges der Österreicher gegen Polen am Freitagabend im Berliner Olympiastadion wurde einem Bericht des Online-Portals „Laola1“ und einem Post bei X zufolge ein Banner mit der Aufschrift „Defend Europe“ hochgehalten. Das ist der Titel einer Kampagne der rechtsextremen „Identitären Bewegung“, die damit Stimmung gegen Migranten macht.