Rangnicks Weckruf in der Halbzeitpause

von Redaktion

Deutscher Trainer lässt Austria träumen

„Ich bin dem Trainer extrem dankbar“: Christoph Baumgartner, Schütze des 2.1, herzt ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick. © Imago

Berlin – Während die österreichischen Fans im Biergarten am Berliner Olympiastadion noch den ersten EM-Sieg begossen, schaltete Teamchef Ralf Rangnick schon wieder in den Mahner-Modus. „Rechnerisch sind wir noch nicht durch. Mindestens einen Punkt werden wir schon noch brauchen“, sagte der deutsche Trainer nach dem 3:1 gegen Polen.

Ins Gruppenfinale gegen die Niederlande (Dienstag, 18 Uhr) gehen Rangnicks Alpenkicker aber mit dem guten Gefühl, in einem kleinen Endspiel abgeliefert zu haben. „Wir sind alle brutal erleichtert, es war schon gehöriger Druck. Das Mittagsschlaferl war sehr kurz, viel ist nicht gegangen“, offenbarte Christoph Baumgartner (24) von RB Leipzig, der den wichtigen Treffer zum 2:1 markierte.

Zuvor war Rangnick als Motivator gefragt. Vor dem Spiel schickte er dem Offensivspieler ein animiertes Jubelbild aufs Handy. „Ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee war, wenn ich mir die erste Halbzeit von ihm anschaue“, scherzte Rangnick. In der Pause sprach der Coach Baumgartner Mut zu. „Ich bin extrem glücklich, dass er bei uns ist“, sagte der Leipziger, der nach seinem Treffer (66.) schnurstracks in die Arme seines Teamchefs rannte: „Ich wollte etwas zurückgeben und zeigen, dass ich dem Trainer extrem dankbar bin.“

In den letzten sieben Länderspielen erzielte Baumgartner sechs Tore. Gelingt ihm gegen Oranje der siebte Streich, könnte es klappen mit Österreichs Teilnahme an der K.o.-Runde.
DPA

Artikel 1 von 11