Taktik-Analye: Keine Zeit für Tiki-Taka

von Redaktion

Die Idee war offenbar wieder dieselbe. Aber im Vergleich zu den ersten beiden erfolgreichen EM-Gruppenspielen der deutschen Nationalmannschaft war der Auftritt gegen die Schweiz alles andere als dominant.

Zwar versuchte die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann ihr Glück wieder mit hohem Pressing. Beim fulminanten Turnier-Auftakt gegen Schottland (5:1) klappte das perfekt. Gegen Ungarn (2:0) war dieses Vorgehen schlussendlich ebenfalls von Erfolg gekrönt. Allerdings: Die Schweizer haben sich die ersten DFB-Spiele genau angeschaut.

Das Kurzpassspiel funktionierte nicht

Die stark verteidigenden Eidgenossen gingen drauf, wenn Mittelfeld-Regisseur Toni Kroos an den Ball kam. Oder wenn sich die Zauberer Jamal Musiala oder Florian Wirtz fallen ließen, Zeit blieb ihnen kaum. Das Kurzpassspiel funktionierte nicht.

Einen Lösungsansatz versuchte die DFB-Elf zu selten: Tiefenläufe in die Spitze. Durch so einen kam Jamal Musiala zu Beginn der zweiten Halbzeit zu einer Topchance.

Auch defensiv hatte Deutschland Probleme. Die Schweizer Angreifer stellten Antonio Rüdiger und Jonathan Tah vor große Probleme. „Es hakt von vorne bis hinten“, merkte ARD-Experte Thomas Hitzlsperger an.

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