Kroos: „Ich bin da, um zu bleiben!“
Herzogenaurach – Toni Kroos hat sich auf einen längeren Verbleib in Herzogenaurach und bei der Fußball-EM eingestellt. Von seiner Ehefrau Jessica habe er sich beim Familienbesuch vor dem Achtelfinale „mein Kissen aus Madrid“ mitbringen lassen, berichtete der Real-Profi in seinem Podcast, „das kann man gar nicht nachkaufen, das ist so verknäult und kaputt – aber da ist keine Gefahr mehr da, dass es nochmal Nackenprobleme gibt.“ Diese hatten Kroos vor dem Eröffnungsspiel gegen Schottland (5:1) geplagt. Doch damit nicht genug der Schwierigkeiten: Auch seine Zahnbürste war zuletzt „ein bisschen ausgefranst“, seine „Jessi“ aber brachte auch hier Abhilfe. Neben einer neuen Bürste brachte sie die „besondere Zahnpasta“ mit, die Kroos immer benutzt. „Da kommt mir keine andere ins Haus“, betonte der 34-Jährige und lachte.
Bürste und Paste, ergänzte er mit Blick auf das Duell mit Dänemark am Samstag, würden „übers Wochenende hinaus reichen. Da ist keine Sorge da, dass ich nach Hause müsste – ich bin da, um zu bleiben!“ Auch in Sachen Deo sieht er sich „noch gut aufgestellt“. Ansonsten hat er sich jetzt einen Sommerhut zugelegt und sich „vorgenommen, dass ich über den Sommer öfter Hut tragen möchte“. Bei einem Besuch bei DFB-Partner adidas bekam Kroos zudem einen „noch dreckigen“ Spielball aus dem gewonnenen Champions-League-Finale gegen Borussia Dortmund geschenkt. „Den werde ich in Ehren halten“, sagte er.
Sportlich sieht Kroos übrigens ohnehin keinen Grund, über eine vorzeitige Abreise nachzudenken. „Wenn wir sehr gut spielen, ist es sehr schwer, uns zu schlagen“, sagte er. Das gelte nicht nur für die Startelf, die DFB-Auswahl könne auch „gut wechseln“, von der Bank könne „immer noch mal ein Push“ kommen.
Wirbel um Anton: BVB-Wechsel perfekt?
Ist der Wechsel von Nationalspieler Waldemar Anton (27) vom VfB Stuttgart zu Borussia Dortmund schon perfekt? Das zumindest ließ die Zuhörer eine Aussage von DFB-Sportdirektor Rudi Völler am Mittwoch im EM-Quartier der deutschen Mannschaft in Herzogenaurach glauben. An dem Abwehrspieler seien zahlreiche Vereine interessiert gewesen, darunter auch Bayer Leverkusen. „Er hat sich letztendlich dann für Dortmund entschieden“, sagte Völler bei seinen Ausführungen zu einem möglichen Ersatz für den angeschlagenen Antonio Rüdiger im EM-Achtelfinale gegen Dänemark.
Wenig später aber intervenierte DFB-Sprecherin Franziska Wülle und stellte klar, Völler habe lediglich den Stand der Transfer-Berichterstattung der „Bild“-Zeitung wiedergegeben. „Ich wollte hier nichts verkünden, mal gucken, ob ich recht habe oder nicht“, fügte Völler schmunzelnd hinzu.
Kloses Tipp: Im Sturm nichts ändern!
Weiter von Beginn an mit Kai Havertz, oder doch erster Startelfeinsatz für Superjoker Niclas Füllkrug? Miroslav Klose, der erfolgreichste Torschütze in der Geschichte des DFB-Teams, hat da eine klare Empfehlung an Bundestrainer Nagelsmann: nichts verändern! „Es ist nicht der Sturm, der Probleme macht. Es ist immer eine Entscheidung vom Trainer, aber ich denke nicht, dass Kai Havertz schlechte Spiele gemacht hat“, sagte der Weltmeister von 2014 und neue Chefcoach des Zweitligisten 1. FC Nürnberg.
SID, DPA