Entscheidend: Schärer zeigte Novakovic Gelb.
München – Für diejenigen, die in der Nacht zum Dienstag auf den Podien in der Münchner Arena standen und die Geschehnisse kommentierten, war es letztlich egal. Weiter ist weiter, Achtelfinale ist Achtelfinale – sich zu lange mit dem „Wie“ zu beschäftigen, ist zwecklos. Aber für die Außenwelt war es doch interessant: Hatten die Gelben Karten über den deutschen Achtelfinal-Gegner entschieden? Oder war es doch die Bilanz aus der EM-Qualifikation?
Es gab in den Katakomben nach dem dänischen 0:0 gegen Serbien hitzige Diskussionen – und daran trug auch die UEFA Schuld. Denn weil Dänemark und Slowenien nach den jeweiligen Nullnummern sowohl punkt- als auch torgleich waren, wurde die Fairplay-Wertung herangezogen. Auch dort – und auf der offiziellen Seite – ein Unentschieden: sechs Slowenen waren im Laufe der Vorrunde verwarnt worden, sechs Dänen auch. Und da kam nun Raffinesse ins Spiel. Denn weil nur die Gelben Karten für Spieler gezählt werden – und jene für Staff-Mitglieder erst nach Ende der Gruppenphase hinzu addiert werden –, war Dänemark im Mini-Mini-Vorteil.
Sloweniens Co-Trainer Milivoje Novakovic hatte während des direkten Duells auf der Bank eine Gelbe Karte gesehen – und sich damals freilich noch nicht ausmalen können, dass diese eineinhalb Wochen später zum Zünglein an der Waage werden würde. Ein Meckern des früheren Stürmer des 1. FC Köln hat am Ende den Ausschlag gegeben, dass Dänemark auf Deutschland trifft und Slowenien noch warten musste, wer der nächste Gegner ist.
HLR, VT