Ianis Hagi und das Team feierte mit den rumänischen Fans den Gruppensieg. © DPA
Frankfurt – Rumäniens Trainer Edward Iordanescu hat nach dem Gruppenfinale bei der Fußball-EM gegen die Slowakei mit Kritikern abgerechnet und jegliche Schummel-Spekulationen vehement bestritten. „Manche Menschen sollten sich entschuldigen uns gegenüber. Es ist klar, dass beide Mannschaften alles gegeben haben. Schon vor dem Spiel so zu reden und den Mannschaften und den Spielern solche Vorwürfe zu machen, ist eine Schande“, sagte Iordanescu am Mittwoch in Frankfurt nach dem 1:1. Der frühere Bundesliga-Profi Ondrej Duda brachte die Slowakei in der 24. Minute in Führung. Für die Rumänen glich Razvan Marin (37.) per Strafstoß nach einer umstrittenen Entscheidung durch den Videoassistenten aus.
Schon vor Anpfiff war klar, dass beide Teams mit einem Remis ins Achtelfinale einziehen. Dieses Ergebnis gab es am Ende auch. In der Partie ging es aber auf und ab, beide Mannschaften hatten Chancen. Erst in der Schlussphase wurden die Bemühungen auf ein Siegtor spürbar geringer. „Wir haben gezeigt, dass wir Charakter haben. Rumänien spielt immer mit Charakter. Wenn wir verloren hätten, wären wir auch mit Würde heimgefahren“, sagte Iordanescu. Weil Belgien und die Ukraine parallel 0:0 spielten, beendet Rumänien die Gruppe sogar als Erster.
Auch Francesco Calzona, Chefcoach der Slowaken, betonte: „Niemand kann behaupten, dass meine Mannschaft nicht 90 Minuten Gas gegeben hätte. Rumänien wollte genauso wie wir das Spiel gewinnen, das war ganz klar.“
Ein erneut schwaches Belgien muss im Achtelfinale gegen Frankreich ran, die Ukraine ist raus. „Wir haben schon im ersten Spiel diese Gruppe verloren, da hätten wir gegen Rumänien gewinnen müssen“, sagte der aufgeräumt wirkende ukrainische Trainer Serhij Rebrow. „Heute war es wirklich hart, klar.“ Sein Team habe alles gegeben, „wir haben nicht an die anderen Mannschaften gedacht, wir wollten punkten. Wir hatten die Fans, wir wollten mit ihnen gemeinsamen gewinnen.“
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