Schluss mit Bussi, Bussi

von Redaktion

Bundestrainer Nagelsmann und sein Team ziehen die Zügel für Dänemark an

Klarer Plan: Sandro Wagner (li.) und Julian Nagelsmann. © dpa

Schweißtreibend: Das DFB-Team ist seit gestern im vollen Fokus auf das Achtelfinale gegen Dänemark. © dpa

Seit Dienstagabend ist im Team-Quartier der deutschen Nationalmannschaft Schluss mit „Bussi, Bussi“. Bis 20 Uhr mussten die Spielerfrauen den „Home Ground“ verlassen – nun liegt der volle Fokus auf der Vorbereitung für das Achtelfinale am Samstag in Dortmund gegen Dänemark (21 Uhr, ZDF und MagentaTV). Das war bereits bei der Vormittagseinheit am Mittwoch zu spüren: Gleich mehrere Tore und Spielfelder waren auf dem Trainingsplatz in Herzogenaurach abgesteckt. Es standen verschiedene Spielformen mit hoher Intensität auf dem Programm. Leroy Sané schwitzte deshalb bei einer Autogrammstunde kurz nach der Einheit immer noch ordentlich nach. Nationalcoach Julian Nagelsmann und sein Trainerteam ziehen die Zügel an.

Co-Trainer Sandro Wagner warnt die DFB-Elf daher schon mal vorsorglich davor, die Dänen zu unterschätzen. „Wir haben das große Ziel, gemeinsam das Maximale zu erreichen“, sagte er dem ZDF und kündigte an, dass jeder gut beraten sei, „nicht zu weit und zu viel zu denken. Das ist ein Achtelfinale, es wird extrem schwer, da müssen wir den vollen Fokus drauf lenken.“ Am Dienstagabend gab es nach der Abreise der Frauen bereits eine erste Teambesprechung, im Anschluss wurde das Dänemark-Spiel gemeinsam geschaut.

Auch wenn Nagelsmann mit großer Wahrscheinlichkeit – abgesehen von der Besetzung der Innenverteidigung ohne Jonathan Tah (Gelbsperre) und womöglich Antonio Rüdiger – an seiner Stammformation festhalten wird, muss er sich eine Frage stellen: Setzt sich Last-Minute-Torschütze Niclas Füllkrug erneut ohne zu murren auf die Bank und überlässt Kai Havertz die K.o.-Bühne? Zur Stürmer-Thematik sagte Sportdirektor Rudi Völler: „Die Quote von Fülle ist außergewöhnlich, es ist unglaublich, wie er trifft, in den Einsatzzeiten. Trotzdem ist ein Spieler wie Kai Havertz ein überragender Fußballer, ist auch ohne Tore, außer dem Elfmeter, ein wichtiger Spieler für die Mannschaft. Er ist nicht der klassische Mittelstürmer, macht es auf seine Art aber außergewöhnlich gut.“ Klingt ganz nach einer Startelf-Garantie.
BOK, PK

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