Reicht die Qualität, um Frankreich zu schlagen? Die Belgier (in der Mitte: De Bruyne und Lukaku) müssen sich steigern. Ihr großes Problem im Turnier bislang ist die fehlende Konstanz. © afp
ACHTELFINALE
Schweiz – Italien 2:0 (1:0). – Schweiz: Sommer – Schär, Akanji, Rodríguez – Freuler, Xhaka, Rieder (71. Stergiou), Aebischer (90. Steffen) – Ndoye (77. Sierro), Embolo (77. Duah), Vargas (71. Zuber). – Trainer: Yakin. – Italien: Donnarumma – Di Lorenzo, Mancini, Bastoni, Darmian (75. Cambiaso) – Fagioli (86. Frattesi), Cristante (75. Pellegrini), Barella (64. Retegui) – Chiesa, Scamacca, El Shaarawy (46. Zaccagni). – Trainer: Spalletti. – Schiedsricher: Marciniak (Poland). – Tore: 1:0 Freuler (37.), 2:0 Vargas (46.). – Beste Spieler: Xhaka, Ndoye, Vargas. – Gelbe Karten: Barella, El Shaarawy, Mancini. – Zuschauer: 71 000 (ausverkauft) in Berlin.
DIE SPIELE AM MONTAG
Frankreich – Belgien (18.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) Düsseldorf, Arena Düsseldorf Frankreich: Ein Eigentor, ein Elfmeter-Treffer: Frankreich müht sich mit einer Tor-Diät durch diese EM. Ausgerechnet Frankreich mit Spielern wie Superstar Kylian Mbappé, Olivier Giroud, dem Rekordtorschützen der Grande Nation, oder auch Ousmane Dembélé. Die Prunk-Offensive als Problemfall. Und auch Trainer Didier Deschamps ist nicht mehr frei von Kritik. Seit 2012 ist er im Amt, wurde Weltmeister und Vizeweltmeister sowie Vizeeuropameister mit der Mannschaft. Ein überzeugender Auftritt muss aber mal her, einer mit Toren. Belgien: In einer vermeintlich einfachen Gruppe mit Rumänien, Slowakei und der Ukraine zitterte sich die hoch veranlagte Mannschaft um Starspieler Kevin De Bruyne ins Achtelfinale. Vor allem die fehlende Konstanz ist das große Problem der Belgier: Mal traten sie in der Vorrunde wie ein Titelkandidat auf, mal komplett bieder und einfallslos. Um gegen die favorisierten Franzosen zu bestehen, benötigt die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco mehr Konstanz – und zwar auf hohem Niveau. Die voraussichtlichen Aufstellungen: Frankreich: 16 Maignan – 5 Koundé, 4 Upamecano, 17 Saliba, 22 Hernandez – 13 Kanté, 8 Tchouameni, 7 Griezmann, 14 Rabiot – 15 Thuram, 10 Mbappé. Belgien: 1 Casteels – 21 Castagne, 4 Faes, 5 Vertonghen, 3 Theate – 24 Onana, 8 Tielemans – 7 De Bruyne – 14 Lukébakio, 22 Doku – 10 Lukaku Schiedsrichter: Nyberg (Schweden).
Portugal – Slowenien (21.00 Uhr/ARD und MagentaTV)
Frankfurt, Arena Frankfurt Portugal: Die Niederlage gegen Albanien im letzten Gruppenspiel machte einen ganz besonders wütend: Cristiano Ronaldo. Der 39 Jahre alte Superstar will sich nun schon gar nicht gegen einen weiteren Außenseiter aus dem Turnier befördern lassen. Auf seinen ersten Treffer bei dieser EM-Endrunde wartet der Rekordesammler bislang noch. „Cristiano lebt für Tore, das ist eine Tatsache. Aber man hat seine Bereitschaft gesehen, unserem Team auf dem Feld zu helfen“, betonte der zwei Jahre ältere Abwehrmann Pepe. Slowenien: Zum ersten Mal seit der Unabhängigkeit des Landes sind die Slowenen in die K.o.-Phase einer EM-Endrunde eingezogen. Schon das Erreichen des Achtelfinales ist für die kleine Fußball-Nation ein riesiger Erfolg, den sich die Mannschaft um den Leipziger Benjamin Sesko vor allem durch ihre starken kämpferischen Leistungen verdient hat. Ein Weiterkommen gegen die klar favorisierten Portugiesen wäre eine Sensation. Dass die Slowenen höher eingeschätzte Teams aber durchaus ärgern können, haben sie zum Abschluss der Gruppenphase beim 0:0 gegen England bewiesen. Die voraussichtlichen Aufstellungen: Portugal: 22 Diogo Costa – 24 Antonio Silva, 3 Pepe, 4 Rúben Dias – 5 Diogo Dalot, 20 João Cancelo – 6 João Palhinha – 8 Bruno Fernandes – 10 Bernardo Silva, 11 João Félix – 7 Ronaldo. Slowenien: 1 Oblak – 2 Karnicnik, 21 Drkusic, 6 Bijol, 3 Balkovec – 20 Stojanovic, 22 Gnezda Cerin, 10 Elsnik, 17 Mlakar – 9 Sporar, 11 Sesko. Schiedsrichter: Orsato (Italien)