Alle deutschen Damen raus

von Redaktion

Wimbledon: Niemeier und Siegemund gescheitert – Aus auch für Altmaier

Überraschung gegen Rybakina verpasst: Laura Siegemund zeigte aber eine ansprechende Leistung. © dpa

London – Jule Niemeier und Laura Siegemund haben sich als letzte deutsche Tennisspielerinnen in Wimbledon in der zweiten Runde aus der Einzel-Konkurrenz verabschiedet. Die Schwäbin Siegemund verpasste beim dritten Grand-Slam-Turnier der Saison eine Überraschung, zeigte am Donnerstag beim 3:6, 6:3, 3:6 gegen Jelena Rybakina aber eine ansprechende Leistung.

Die Kasachin hatte vor zwei Jahren überraschend beim Rasenklassiker triumphiert. Doch Siegemund stemmte sich mit ihrer Variabilität gegen die Niederlage. Zum 5:3 im zweiten Abschnitt sicherte sie sich das Break und schaffte tatsächlich den Satzausgleich, ehe sich die Klasse der Titel-Mitfavoritin durchsetzte.

Für Niemeier endete der Rasenklassiker zwei Jahre nach ihrem Viertelfinaleinzug zum zweiten Mal nacheinander in der zweiten Runde. Die 24 Jahre alte Dortmunderin zog gegen die Ukrainerin Jelina Switolina mit 3:6, 4:6 den Kürzeren.

Anfang des zweiten Satzes holte Niemeier ein Notizbuch hervor und las etwas auf Zetteln nach, sie musste aber nach 75 Minuten ihrer Gegnerin gratulieren. 34 leichte Fehler waren zu viel. In Runde eins hatte Niemeier tags zuvor gegen die Schweizerin Viktorija Golubic überzeugt.

Damit ist keine von anfangs sechs deutschen Teilnehmerinnen im Damen-Einzel in der dritten Runde dabei. Die dreimalige Grand-Slam-Turniersiegerin Angelique Kerber war bei der Rückkehr nach Wimbledon nach ihrer Babypause in der ersten Runde ausgeschieden.

Auch für Daniel Altmaier war am Donnerstag in Wimbledon Schluss – er schied nach seinem zweiten Fünf-Satz-Match nacheinander in der zweiten Runde aus. Der 25 Jahre alte Kempener belohnte sich nicht für seine starke Aufholjagd – und verlor seinen tags zuvor verschobenen Auftritt gegen den gleichaltrigen Kanadier Denis Shapovalov schließlich mit 6:7 (3:7), 3:6, 6:1, 7:6 (7:3), 4:6. Geknickt war Altmaier nach dem Aus aber nicht. „Ich weiß nicht, warum ich unzufrieden sein sollte“, bilanzierte er – und fügte hinzu: „Ich habe eine lange Karriere vor mir. Die Matches werden mir helfen.“
DPA

Artikel 1 von 11