TV_KRITIK

Die Top Ten der TV-Traumpaare

von Redaktion

Usedomina und der Drucktitan

KMH & Kahn: Am Strande des Nervenzusammenbruchs.

Schon zwei Tage keine EM! Künftig will die UEFA solche Lücken mit Platzierungsspielen um Platz 13 füllen, oder mit den schönsten Busankünften von der Junioren-EM 1997 in Lappland. Bis dahin überbrücken wir die Zeit mit wohliger bis schauriger Nostalgie. Hier kommen die Top 10 der TV-Traumpaare.

Kastrop und Beckenbauer: 2010 franzelte sich der Kaiser bei Sky-Jessica durch die WM. Er freute sich, dass sich Schweini die Haare nicht mehr „blond, gelb und grün“ färbt. Und er wusste Bahnbrechendes über die Italiener: „Das sind die Italiener!“ Kultig!

Jessy Wellmer und alle anderen: 2018 schlug die Wellmerin Philipp Lahm bei Schläferstündchen am Tegernsee vor, „ich schneid Dir nen Obstteller“. 2021 versuchte sie es bei Schweini mit Poesie: „Es nieselt. Zärtlich. Es ist ein zärtlicher Nieselregen, der sich gleich vernieseln wird.“ Danach vernieselte sie sich. Der Weg war frei für Esther, die Basti von seiner Wortverstopfung erlöste.

Kerner und Kloppo: Das ZDF-Powerpaar vom echten Sommermärchen. Kloppo rockte im Deutschland-Trikot die Hütte: „Wir haben eine geile Mannschaft!“ Notfalls grätschte er dazwischen: „Du musst gar nicht so viel reden, Johannes!“

Jauch und Kloppo: 2010 desertierte Klopp zu RTL. Klasse Duo, obwohl Klinsi ständig dazwischenschwäbelte: „D’r Jogi isch ein Mensch, där wo bodenschtändig isch.“ D’r Klinsi war in Südafrika ein Mensch, där wo vielen auf die Nüsse gange isch.

Opdenhövel und Scholl: 2014 glänzte Scholli als Analyse-Weltmeister mit Applausbuben-Humor. Über den ortsverhafteten Brasilien-Stürmer: „Alles ist in Bewegung, nur der Fred, der steht.“ Da dachte man, Mehmet ist als Experte auf Jahre hinaus unschlagbar. War er dann aber doch nicht.

Kramer und Mertesacker: 2018 war Experten-Frischling Chris Kramer beim ZDF der einzige deutsche Sieger. Schade, dass ihn d’r Jogi nicht nachnominieren konnte. Seit 2021 kabbelt er sich mit Merte. Kramers Erfolgsrezept fürs Gewinnen: „Ein Tor mehr schießen!“

KMH und Kahn: Frauen am Strande des Nervenzusammenbruchs! Die Usedomina und ihr Drucktitan 2012 beim Schlandburgenbauen in Heringsdorf – das war spektakulär bekloppt. Sie bettelte: „Heb doch mal Dein Hemd!“ Doch er blieb verschlossen wie eine Ostseemuschel. Bald konnte man beobachten, wie die Pinselohreidechsen die Flucht ergriffen. Die Natur begann, sich zu wehren.

Welke und Kahn: Die Olli-garchie, ab 2014 im ZDF. Wenn Kahn aufgeblasen ankündigte, „es geht ums nackte Überleben“, ließ ihm Welke die Luft raus: „Vorher ging’s ums angezogene Überleben.“

Delling und Netzer 2006: Gevatter Faßbender sperrte die beiden in einen Studio-Verschlag, weil er Angst vor zu guter Stimmung hatte. Netzer tat ihm den Gefallen und raunzte seinen Delling hinreißend an: „Sie sind technisch genauso ein Vollidiot wie ich.“ Manchmal hat er sich aber auch gefreut: „Ich bin begeistert, das passiert mir selten in Ihrer Gegenwart.“

Delling und Netzer 2010: Netzing waren so brillant, dass sie zweimal vorkommen müssen. „In Ihrem Alter merken Sie doch gar nicht mehr, ob jemand Ihnen zuhört“, lästerte Delle beim Abschied in Südafrika. Doch am Ende fand er beinahe zärtliche Worte für seinen Jünter: „Sie wollen uns ja verlassen. Danke, dass Sie hier noch nicht gefehlt haben.“ Stimmt.

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