Isabell Werth © DPA
Aachen – Das Rennen um Olympia ist eröffnet – und Isabell Werth führt es an: Die erfolgreichste Reiterin der Geschichte hat beim CHIO in Aachen die erste große Bewährungsprobe auf dem Weg zu ihrer siebten Olympia-Teilnahme bestanden. Ihre saubere Leistung mit Jungspund Wendy im Grand Prix bescherte der Dressur-Galionsfigur in der Aachener Soers Rang eins – und machte sie „super happy“.
Das Duo zeigte eine gute, aber sogar noch ausbaufähige Leistung. Es seien gefühlt „mindestens zwei Prozent mehr“ drin gewesen, haderte die siebenmalige Olympiasiegerin zwar, die starke Form ihrer vierbeinigen Hoffnungsträgerin begeisterte Werth dennoch auf ganzer Linie. Gemeinsam erreichten sie den Spitzenwert von 76,500 Prozentpunkte.
Eigentlich sollte Werth mit der zehnjährigen Stute gar nicht im Nationenpreis reiten, sondern sie in der „kleinen“ Tour auf 4-Sterne-Niveau präsentieren. Doch Bundestrainerin Monica Theodorescu hatte einen Vergleich der Olympia-Kandidaten gefordert. In der 4-Sterne-Tour hatte Werth mit Quantaz am Vortag Platz zwei geholt und gleich Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben getankt.
Werth konkurriert in dieser Woche mit Ingrid Klimke und Frederic Wandres um die verbleibenden zwei Startplätze im Olympia-Team.