Demonstrative Zuversicht: Bundeskanzler Olaf Scholz (Mitte) und Innenministerin Nancy Faeser. © Murat/dpa
Stuttgart – An mangelnder Unterstützung lag es nicht: „Das Fanteam No.1 ist schon klatschbereit… Tippe 2:1 für uns“, schrieb Gesundheitsminister Karl Lauterbach vor der 1:2-Pleite gegen Spanien auf X, dazu postete er ein Foto mit Bundeskanzler Olaf Scholz und Innenministerin Nancy Faeser von der Tribüne. Das Ergebnis änderte sich in die andere Richtung – auffallend war dennoch, wie betont positiv die Stimmung vor diesem entscheidenden Viertelfinale war.
Neben den Politikern zeigte sich schließlich auch DFB-Sportdirektor Rudi Völler voller Vorfreude. „Eine gesunde, optimistische Anspannung ist wichtig“, erklärte Völler – unabhängig von der späteren Niederlage begeisterte ihn außerdem, wie euphorisch die Stimmung über die gesamte EM war. „Es ist das eingetreten, was wir uns seit Monaten erhofft haben: Wir konnten die Menschen mitreißen. Das mussten wir genießen, wie die Menschen in den Trikots am Straßenrand standen. Einfach wunderbar.“
Auch Julian Nagelsmann gab sich vor Anpfiff noch selbstbewusst: „Nervös bin ich nicht, aber etwas angespannt. Wir sind sehr gut vorbereitet“, sagte der Bundestrainer am ARD-Mikrofon und erklärte auch, wieso: „Der spanische Stil ist gut zu analysieren.“ Damit meinte er die stets gleiche Ballbesitz-Philosophie der Elf von Trainer Luis de la Fuente, mit der sie bereits in den Spielen zuvor begeisterte. Auch gegen Deutschland kombinierte sich Spanien immer wieder gefährlich nach vorne, der Führungstreffer durch Dani Olmo fiel nach einer der gefürchteten Passstafetten. Diese Gefahr erkannte auch TV-Experte Bastian Schweinsteiger: „Das Zentrum muss gegen die Spanier unbedingt dichtgemacht werden“ – leider gelang es der DFB-Elf nicht.
VT