Bald mit Rauten auf der Brust? Gordon Herbert (65). © Pfeil/dpa
München – Der alte Trainer hat sich in diesen Tagen zumindest interpretationsfähig zu Wort gemeldet. „Es gab einen Moment, in dem es Bayern und mir klar war, dass es besser ist, getrennte Wege zu gehen“, hatte Pablo Laso in Vitoria gesagt. Doch viel mehr wird von der Trennung wohl nicht nachhallen – beide Seiten sind einen großen Schritt weiter.
Laso heuerte bei seinem Heimatclub Baskonia Vitoria an und fühlte sich darüber „sehr, sehr glücklich“. Und auch die Bayern-Basketballer haben ihren Nachfolger offenbar gefunden. Wie aus sogenannten gut unterrichteten Kreisen zu vernehmen ist, wird der heiß gehandelte Gordon Herbert das Kommando bei den Münchnern übernehmen. Wenn auch mit Verzögerung.
Denn: Die BBL schreibt für scheidende Bundestrainer eine skurrile Drei-Monats-Sperre vor. Die Regel ist eigentlich zum Selbstschutz angelegt, man will vermeiden, dass ein Nationalcoach bei einem Turnier Spieler noch eben zu einem Wechsel zu seinem neuen Arbeitgeber überzeugt. Allerdings: Sehr wohl könnte Herbert mit allen Weltmeistern ins Ausland ziehen.
Einerlei: Die Bayern haben offenbar einen Weg zu aller Zufriedenheit gefunden. Das neue Führungsgespann wird demnach aus Herbert und Dragan Tarlac bestehen. Der bisherige Sportdirektor der serbischen Nationalmannschaft soll sich mit den Münchnern einig sein und damit die Nachfolge des Italieners Daniele Baiesi antreten.
Ähnlich runderneuert wie die Führung wird am Ende allerdings auch die Mannschaft aussehen. Den Argentinier Leandro Bolmaro verabschiedeten die Bayern bereits offiziell – immerhin mit kolportierten 750 000 Euro Ablöse – wohl in Richtung Mailand. Isaac Bonga könnte der Nächste sein. Laut serbischen Quellen ist der Wechsel des Weltmeisters zu Partizan Belgrad ein „done deal“. Zumindest für Bolmaro scheint der Nachfolger schon gefunden: Der junge Israeli Yam Madar – zuletzt bei Fenerbahce Istanbul aktiv – soll den Bayern bereits das Ja-Wort gegeben haben.
RP