Todesängste bei Radstar Vingegaard
Orléans – Der dänische Radstar Jonas Vingegaard hat nach seinem fürchterlichen Sturz bei der Baskenland-Rundfahrt im April Todesängste ausgestanden und über das Karriereende nachgedacht. Dies offenbarte der zweimalige Tour-Sieger am Ruhetag der Frankreich-Rundfahrt vor Journalisten.
„Es war so schlimm, dass ich befürchtete, ich würde sterben. Als ich dort am Boden lag, habe ich gedacht: Wenn ich das hier überlebe, dann höre ich mit dem Radfahren auf“, sagte Vingegaard: „Aber jetzt sitze ich hier, also habe ich es offensichtlich nicht getan.“ Auch seine Frau Trine habe damals befürchtet, dass er den Unfall nicht überleben könnte.
Vingegaard (27) hatte sich bei einem Massensturz in Spanien mehrere Knochenbrüche und eine schwere Lungenverletzung zugezogen. „Wenn man so einen schlimmen Unfall hat, dann überlegt man sich gut, ob sich das alles noch lohnt. Ob man sich weiter diesem Risiko aussetzen kann“, sagte der Familienvater: „Jetzt macht es mich aber vor allem glücklich, am Leben zu sein, ich genieße es noch mehr, auf dem Fahrrad sitzen zu dürfen und Rennen zu fahren, als früher.“
Dressurikone Werth im Favoritenkreis
Aachen – Trotz aller Euphorie lehnte sich Isabell Werth in ihrem „Wohnzimmer“ keineswegs zurück. „Ich weiß, es steckt immer noch etwas mehr drin“, sagte die Dressurikone. Die siebenmalige Olympiasiegerin verdiente sich durch den 15. Triumph beim CHIO ihr Ticket für Paris eindrucksvoll – und stieg mit Shootingstar Wendy schlagartig in den Kreis der Goldanwärterinnen auf
Bis zu ihrer starken Kür, in der sie mit Wendy ein in dieser Höhe überraschendes Spitzenergebnis erzielte, hatten die Favoritinnen noch Jessica von Bredow-Werndl oder Charlotte Fry geheißen. Nun scheint es, als würde Werth bei ihrer siebten Teilnahme tatsächlich noch ein Wörtchen um den Sieg mitreden.
DPA