London – Bevor Lulu Sun in Wimbledon Geschichte schrieb, setzte sie sich vor den Bildschirm und schaute Steffi Graf. Auf Youtube analysierte die 23 Jahre alte Neuseeländerin große Matches zwischen der deutschen Ikone und Wimbledon-Rekordsiegerin Martina Navratilova, sie suchte nach Kniffen beim Studium des großen Roger Federer. Mitte März hatte Sun – Vater Kroate, Mutter Chinesin, aufgewachsen in Neuseeland und der Schweiz, Studium im US-Bundesstaat Texas – erst entschieden, statt der Schweiz künftig Neuseeland zu repräsentieren.“
Tränen der Freude kullerten Suns Wangen herunter, sie rang nach Worten für ihren 6:2, 5:7, 6:2-Triumph gegen die britische Hoffnungsträgerin Emma Raducanu. Das Publikum war auf Sun gar nicht sauer, sondern feierte sie trotz des Sieges gegen den Fanliebling.
SID