BAYERNLIGA

Kleine Löwen mit Traumstart im Tram-Derby

von Redaktion

Schmöller-Nachfolger Hirschnagl feiert 4:2-Erfolg beim TSV Grünwald – Auch Heimstetten furios

Deckel drauf: Mike Gevorgyan erzielte beim TSV Grünwald den 4:2-Endstand für 1860 II. © Sampics

München – Die Bayernliga Süd startete mit einer speziellen Partie in die neue Saison – dem Duell der langjährigen Regionalligisten SV Heimstetten und dem FC Ismaning. Am Ende war es keine Überraschung, dass die Gastgeber mit 4:0 einen tollen Start hinlegten. Dies war letztendlich nur die Bestätigung des Verlaufs in der Vorsaison. Heimstetten befand sich bis zum Schluss im Titelkampf, erklärte aber aus wirtschaftlichen Gründen einen möglichen Aufstiegsverzicht. Die Ismaninger kämpften verbissen um den Ligaerhalt und Trainer-Legende Jacky Muriqi konnte den Absturz noch abwenden.

Personell runderneuert kam es jetzt zu dem Vergleich zwischen zwei guten Bekannten, denn viele Akteure waren sich in beiden Teams schon einmal begegnet. Gastgeber Heimstetten ließ nie einen Zweifel aufkommen, wer als Sieger vom Platz geht. Bereits nach vier Minuten gelang Pirmin Lindner der erste Treffer in dieser Saison. Mit dem 2:0 durch Filip Vnuk in der 23. Minuten war dann endgültig die Richtung vorgegeben. Die Ismaninger agierten dagegen zu harmlos in der Offensive und mussten im zweiten Abschnitt noch zwei Treffer „schlucken“. Severin Müller schnürte einen Doppelpack (55., 74.). Die beiden Trainer Roman Langer und Muriqi waren sich in der Beurteilung einig, denn auf beiden Seiten standen noch nicht alle Akteure zur Verfügung. „Wir können noch mehr“, sagte Langer. Trotzdem gab es die Tendenz: Heimstetten gehört auf jeden Fall zu den Titelkandidaten, für die Ismaninger wird es erneut eine komplizierte Saison.

Im Blickpunkt des ersten Spieltages stand aber das Duell zwischen dem Aufsteiger TSV Grünwald und dem TSV 1860 II. Der Neuling hatte sich prominent verstärkt und die Junglöwen standen mit dem neuen Trainer Felix Hirschnagl, dem Nachfolger von Dauerbrenner Frank Schmöller, vor einer personellen Umgestaltung. Die Grünwalder absolvierten eine tolle Vorbereitung und nach den guten Ergebnissen in den Testspielen musste Trainer Rainer Elfinger beobachten, wie sich seine Mannschaft in der Defensive zu viele Fehler erlaubte und trotz zweimaliger Führung mit 2:4 verlor. „Wir hätten nach der guten ersten Halbzeit gerne etwas mitgenommen“, so Elfinger.

Dabei lief es für die Gastgeber eigentlich auch in der zweiten Hälfte zunächst sehr gut, denn in der 55. Minute erzielte der Neuzugang und Ex-Löwe Daniel Leugner das 2:1. Die 500 Zuschauer sahen aber dann einen tollen Endspurt des TSV 1860, den Grünwaldern „gingen die Körner“ aus und der Neuling musste Lehrgeld bezahlen. Mit zwei Treffern drehte Anian Brönauer die Partie (62. und 68.), dazu kam noch der Schlussakkord von Mike Gevorgyan (81.) zum 2:4, begleiten vom Jubel der Löwen-Fans. „Es sind ein paar Sachen, die mich zufriedenstellen. Wir haben zum Beispiel zweimal einen Rückstand gedreht und haben an uns geglaubt“, so Hirschnagl, der viele Talente von den bisherigen A-Junioren um Routinier Alexander Benede ins Rennen schickte. Am Freitag geht es für die Junglöwen dann mit dem spielberechtigten Neuzugang Gilbert Diep im Derby gegen Heimstetten weiter, die Partie wird allerdings in Gilching ausgetragen.

Keine Tore gab es bei Aufeinandertreffen der Ex-Regionalligisten FC Pipinsried und FC Memmingen. Der TSV Landsberg, kassierte nach dem Weggang von Spielertrainer Sascha Mölders und zahlreichen Leistungsträgern eine 0:1-Heimniederlage gegen Regionalliga-Absteiger SV Schalding-Heining.
K. KIRSCHNER / R. M. FRANK

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