Wie Müller und Co.: Tschirpke mit Dr. Milan Dinic. © fkn
München – Am Montag wurde es für die auch für die deutschen Nationalspieler im Kader des FC Bayern ernst. Zwei Wochen nach dem Rest des Teams trafen sich Manuel Neuer, Thomas Müller und Co. zur Leistungsdiagnostik. Ab heute geht es darum, schnell wieder fit zu werden. Wie funktioniert das? Und worauf müssen Spieler, Trainer und medizinische Betreuer achten? Unser Reporter Vinzent Tschirpke macht den Check – und testet gemeinsam mit Sportmediziner Dr. Milan Dinic, worauf es in der Saisonvorbereitung ankommt.
Herz und Kreislauf überprüfen: In der Leistungsdiagnostik wird gemessen, wie fit und ausdauernd die Spieler sind, vor allem wird das Herz-Kreislauf-System auf mögliche Risiken gecheckt. Einen Herzscan, um mögliche Unregelmäßigkeiten zu erkennen, rät Sportmediziner Dr. Dinic auch Hobbysportlern, die sich fit machen wollen für extreme Anstrengungen wie einen Marathon. „Es besteht sonst die Gefahr, dass unerkannte Krankheiten am Herz bei Überlastung zu einem plötzlichen Herztod oder anderen schwerwiegenden Folgen führen.“
Trainingsbelastung: Beliebt sind im Leistungssport derzeit Intervallbelastungen, die über reinen Ausdauersport hinaus gehen und die Kondition besonders fordern. Für Amateursportler, die sich auf Profi-Level bringen wollen, heißt das: Joggen mit abwechselnden Sprint-Einheiten und ein Leistungs-Check auf dem Spinning-Rad. Den 10-km-Lauf an der Isar mit einminütigen Sprint-Intervallen steckte Reporter Tschirpke gut weg, beim Test auf dem Rad hielt er 20 Minuten lang durch. Was er hinterher erfuhr: „dass Profi-Sportler auf meiner höchsten Stufe erst ins richtige Training einsteigen.“
Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel: Die Nahrungsergänzungs-Branche boomt – Sportmediziner Dr. Dinic warnt jedoch vor blindem Konsum: „Von leistungssteigernden Substanzen, wie sie bei Hobbysportlern sehr beliebt sind, rate ich dringend ab, sofern sie nicht gezielt zum Einsatz kommen.“ Über einen Test können Hobbysportler – genau wie die Profis – herausfinden, welchen Mangel sie im Körper mit gezieltem Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln ausgleichen können. Beliebt und – bei moderatem Konsum – völlig unproblematisch sind Mittel wie Magnesium oder Protein-Pulver, die herkömmlichen Muskelaufbau und Regeneration beschleunigen.
VT