Vierter bei seinen vierten Spielen: Sideris Tasiadis. © dpa/Sebastian Kahnert
Für Slalomkanute Sideris Tasiadis ist der Traum von der dritten Olympia-Medaille geplatzt. Der Augsburger landete im Canadier-Finale im Wassersportstadion von Vaires-sur-Marne auf dem vierten Platz, 24 Hundertstelsekunden fehlten aufs Treppchen. Den Sieg sicherte sich der Franzose Nicolas Gestin vor Adam Burgess (Großbritannien) und Matej Benus aus der Slowakei. Tasiadis hatte in London 2012 die Silbermedaille gewonnen, 2021 in Tokio holte er Bronze.
Vor rund 15000 Zuschauenden zeigte Tasiadis als drittletzter Starter eine ordentliche Fahrt, leistete sich aber einige kleinere Fehler. Nach der Zieldurchfahrt haderte er und schlug sich auf den Helm. Über das Pech dürfte ihn das private Glück aber etwas hinwegtrösten. Wie nach dem Rennen bekannt wurde, erwartet der Augsburger im Januar Nachwuchs. „Klar fehlt die Goldmedaille, das ist logisch. Aber da gehört viel dazu, dass man das rockt. Was man jahrelang trainiert und macht, muss man dann in dem einen Moment auch bringen“, sagte Tasiadis. Dafür fühle sich die anstehende Geburt seines Sohnes an wie eine „Goldmedaille“.
In Frankreich war der 34-Jährige zum vierten Mal bei Olympia am Start, er galt als einer der Medaillenkandidaten. Das deutsche Slalom-Team muss damit weiter auf die erste Medaille warten. Am Sonntag hatte bereits Tokio-Olympiasiegerin Ricarda Funk im Kajak lange auf Podestkurs gelegen, kurz vor dem Ziel verpasste sie aber ein Tor und landete auf Platz elf. In dieser Woche folgen noch die Wettkämpfe im Kajak-Einer mit Noah Hegge, im Canadier-Einer mit Elena Lilik und in der neuen olympischen Disziplin Kajak-Cross.
SID