Beach-Frauen erneut ohne Medaille
Die deutschen Beachvolleyball-Meisterinnen Svenja Müller und Cinja Tillmann haben das Viertelfinale verpasst, die deutschen Frauen werden damit wie schon 2021 in Tokio ohne Medaille bleiben. In der Runde der letzten 16 unterlagen die 23 Jahre alte Müller und die zehn Jahre ältere Tillmann in einem packenden Match den zweimaligen Europameisterinnen Tina Graudina und Anastasija Samoilova aus Lettland 1:2 (13:21, 21:17. 16:18). Im ganz engen Entscheidungs-Durchgang wehrte das deutsche Duo zwei Matchbälle ab, musste sich aber nach 52 Minuten geschlagen geben. Die WM-Dritten von 2022 waren das einzige deutschen Frauen-Duo in der K.o.-Runde. Bei den Männern stehen Nils Ehlers und Clemens Wickler im Viertelfinale, sie spielen am Dienstag (17.00 Uhr) gegen die Weltranglistenvierten Stefan Boermans/Yorick de Groot (Niederlande).
Corona-Welle im australischen Team
Im australischen Olympia-Team hat es in Paris bereits mehr als 40 Corona-Infektionen oder andere Atemwegserkrankungen gegeben. Dies habenSchwimm-Cheftrainer Rohan Taylor und Teamärztin Carolyn Broderick laut der australischen Agentur AAP berichtet. Zu den Erkrankten gehörten demnach auch einige Mitglieder des Schwimm-Teams wie der Olympia-Zweite über 200 Meter Brust, Zac Stubblety-Cook. Laut Rohan hätten einige australische Athletinnen und Athleten trotz eines positiven Covid-Tests an den Wettkämpfen teilgenommen, andere verzichteten auf ihren Start. Bis zum Montag wurden insgesamt 84 PCR-Tests durchgeführt, etwa die Hälftefiel positiv aus. Um die Ansteckungsgefahr zu minimieren, nehmen die australischen Sportlerinnen und Sportler lediglich das Abendessen im Speisesaal des olympischen Dorfes ein. Das Frühstück und Mittagessen wird in einem für das Team reservierten Kleingarten zubereitet.
Kevric erreicht ihr Ziel: Selfie mit Biles
Der letzte Wettkampf war noch nicht absolviert, doch einen Haken auf der Liste ihrer Olympia-Ziele konnte Helen Kevric setzen: Vor dem Stufenbarren-Finale nutzte sie die Wartezeit – und bekam endlich das erhoffte Foto mit Star-Turnerin Simone Biles. „Sie hat mir viel Glück gewünscht, das war echt schön“, berichtete die 16-Jährige. Froh zeigte sie sich, dass die kräftezehrenden Tage ein Ende haben: „Zwei Wochen durchzutrainieren und dabei die Nerven zu behalten, ist schon schwer.“
Megos muss an der Kletterwand zulegen
Die deutschen Sportkletterer Yannick Flohe und Alexander Megos müssen um den Einzug ins Finale des Kombinationswettkampfs Boulder & Lead bangen. Nach dem Halbfinale des Boulderns liegt das Duo im Zwischenklassement auf den Plätzen 12 und 15. Nach der Vorentscheidung im Lead am Mittwoch kämpfen die besten acht der Gesamtwertung aus beiden Disziplinen am Freitag um die Medaillen. Der Erlanger Alexander Megos kam an den vier Bouldern nur auf 24,7 von möglichen 100 Punkten, er muss mehr noch als Flohe (Essen/29,7) im Lead zulegen, um sich am derzeit auf Rang acht platzierten Briten Hamish McArthur (34,2) vorbeizuschieben. Im Lead, dem Vorstieg mit Seil, ist ebenfalls eine Maximalpunktzahl von 100 möglich.