Höhenflug bei Olympia: Olise lässt in München schon von „Robbery“ träumen. © Aref/Imago
München – Jahrelang lehrten Arjen Robben und Franck Ribéry ihren Gegenspielern das Fürchten. Als Flügelzange „Robbery“ sorgte das Duo beim FC Bayern häufig für den Unterschied. Nach dem Karriereende der beiden sollten Offensivkünstler wie Kingsley Coman, Serge Gnabry oder Leroy Sané die Rolle der Unterschiedsspieler übernehmen. Das Trio hatte zwar häufig beeindruckende Ausreißer nach oben, doch es fehlte an Konstanz. Diese Lücke soll künftig Neuzugang Michael Olise füllen.
Wenn es nach dessen U23-Trainer Thierry Henry geht, sollte diese Herausforderung kein Problem für den 22-Jährigen sein. Nach dem erfolgreichen Einzug mit der französischen Mannschaft ins Olympia-Finale schwärmte Henry: „Michael hat wieder den Unterschied gemacht. Er vollbringt mit seinem Fuß ziemlich außergewöhnliche Dinge. Er ist ein sehr wichtiger Spieler für uns. Er kann passen, er kann treffen, er hat ein sehr gutes Raumverständnis. Er weiß, wie er zu pressen hat.“ Am heutigen Freitag spielt Olise mit Frankreich gegen Spanien um die Goldmedaille.
Den Unterschiedsspieler ließen sich die Bayern stolze 51 Mio. Euro kosten. Nicht umsonst haben ihn die Bayern mit einem Fünfjahresvertrag bis 30. Juni 2029 ausgestattet. „Für Spieler wie ihn kommen die Fans ins Stadion“, hatte Sportvorstand Max Eberl im Rahmen der Transferverkündung erklärt. Das beweist Olise aktuell eindrucksvoll. Direkt nach dem Turnier wird er in München erwartet. Er will keine längere Pause, um sich schnellstmöglich einzugewöhnen. Der Rekordmeister sei „eine tolle Herausforderung. Ich möchte so viele Titel wie möglich gewinnen.“ Doch zunächst einmal: Olympiasieg.
BOK/SID