IN KÜRZE

von Redaktion

Medaille, bitte! Renten-Geschenk für Hrubesch?

Bloß kein Gedöns um seinen Abschied – und einen Eintrag in die Geschichtsbücher des DFB braucht Horst Hrubesch nach seinem letzten Spiel als Bundestrainer schon gar nicht. „Historisch, was ist daran historisch?“, blaffte der 73-Jährige nach einer entsprechenden Frage. „Es gibt auch Leute, die gehen am letzten Tag arbeiten und dann in Rente. Das ist nichts anderes.“ Hrubesch wünscht sich für das Spiel um Platz drei bei Olympia gegen die Weltmeisterinnen aus Spanien natürlich eine Medaille: „Für mich wäre es wichtig, dass die Mädels eine kriegen. Das wird schwer genug.“ Und für ihn selbst? „Ich habe ja schon eine“, sagte Hrubesch vor dem Match am Freitag (15 Uhr/ZDF und Eurosport) in Lyon. 2016 in Rio holte er mit den deutschen Männern Silber – nach einem im Elfmeterschießen verlorenen Finale gegen Brasilien. „Das Spiel widmen wir ihm. Wir wollen unbedingt eine Medaille“, sagte Stürmerin Klara Bühl. Genau genommen geht Hrubesch ohnehin nicht in Rente: Sein Vertrag als Nachwuchskoordinator beim Hamburger SV läuft noch ein Jahr.

Turnerin Bui folgt auf Heidemann

Britta Heidemann geht, Kim Bui kommt: Der deutsche Sport ist weiterhin in der Athletenkommission des Internationalen Olympischen Komitees vertreten. Die frühere Turnerin Bui (35) wurde während der Sommerspiele in Paris mit den zweitmeisten Stimmen gewählt und ist in den kommenden acht Jahren bis zu den Spielen 2032 in Brisbane/Australien IOC-Mitglied – das dritte deutsche neben Präsident Thomas Bach und Michael Mronz.

Kaufmanns Sieg diesmal umsonst

Trotz eines weiteren großen Auftritts von Olympia-Entdeckung Annett Kaufmann haben die deutschen Tischtennisspielerinnen im Halbfinale des Teamwettbwerbs eine Sensation verpasst. Gegen die hochfavorisierten Japanerinnen gewann die erst 18 Jahre alte Kaufmann zwar auch ihr fünftes Einzel im Wettbewerb, dennoch unterlag die DTTB-Auswahl mit Kaufmann, Xioana Shan und Wan Yuan den Tokio-Olympiazweiten 1:3 und spielt nun um Bronze. Im kleinen Finale tritt das das DTTB-Team am Samstag (10.00 Uhr) ebenfalls als Außenseiter gegen Südkorea an. Die Japanerinnen treffen im Endspiel auf Tokio-Olympiasieger China. Kaufmann hatte im Achtelfinale gegen die USA (3:2) und im Viertelfinale gegen Indien (3:1) mit jeweils zwei Einzelsiegen geglänzt und das DTTB-Team unter die letzten vier geführt. Gegen die Japanerinnen stand das deutsche Trio von Beginn an stark unter Druck. Im ersten Einzel lieferte Kaufmann gegen die noch zwei Jahre jüngere Miwa Harimoto aber ihr bislang stärkstes Olympia-Match ab und bezwang die Weltranglistensiebte glatt 3:0 (11:9, 11:8, 11:8) – Kaufmann ist im Ranking (noch) auf Platz 100 notiert.

Oettinghaus springt ins Finale

Wasserspringerin Saskia Oettinghaus ist ins olympische Finale vom Drei-Meter-Brett eingezogen. Die 26-Jährige aus Dresden belegte mit 286,75 Punkten im Halbfinale den neunten Platz. Die besten zwölf Springerinnen qualifizierten sich für das Finale am Freitag (15.00 Uhr). Den Sieg im Halbfinale sicherte sich Chen Yiwen.

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