Verstappens neuer Mercedes-Plan

von Redaktion

Warum jetzt alles auf 2026 hinausläuft – Bis zum Zandvoort-GP Ende August will der Weltmeister Klarheit

Unerwartete Wendung: Max Verstappen und Red-Bull-Berater Helmut Marko. © IMAGO

München – Die heißeste Aktie auf dem Formel-1-Fahrermarkt ist zweifelsohne Max Verstappen, doch der Weltmeister ist momentan abgetaucht. Der 26-Jährige nutzt die Sommerpause, um über seine Situation nachzudenken. Dabei sind auch Gespräche mit Vater Jos geplant. Der ehemalige Formel-1-Pilot verbringt gerade seinen Familienurlaub in seinem Haus in Südfrankreich, in der Nähe von Monaco, der Wahlheimat seines Sohnes. Beim Heimrennen in Zandvoort Ende August wollen beide Klarheit haben. Schon jetzt steht fest: Der Wechsel zu Mercedes 2025 ist erst mal verschoben.

Grund: Red-Bull-Chefberater Helmut Marko (81) hat bis Ende 2026 verlängert. Damit konnten die Verstappens eine Ausstiegsklausel nicht mehr ziehen. Das Schlupfloch im bis Ende 2028 laufenden Vertrag mit Red Bull besagte: Hört Marko auf, kann Verstappen gehen. Lange Zeit sah es danach aus, doch dann machte der Grazer eine Kehrtwende. Red Bull, aus Angst Verstappen zu verlieren, machte ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen wollte. Entscheidend: Man gab ihm den Einfluss zurück, den er nach dem Machtkampf mit Teamchef Christian Horner zu verlieren drohte.

Allerdings: Der Wechsel Verstappens zu Mercedes 2026 ist mehr als wahrscheinlich. 2025 gibt es sogenannte Leistungsklauseln im Vertrag, die einen Wechsel auch ohne Markos Hilfe möglich machen. Es gibt auch schon einen regelmäßigen Austausch zwischen den Verstappens sowie Mercedes-Teamchef Toto Wolff und Konzernchef Ola Källenius. Der Verstappen-Clan will sich die Entwicklung des Mercedes-Chassis 2025 genau anschauen und dann mit Red Bull vergleichen. Geht die Leistungskurve der Bullen weiter nach unten, ist die Entscheidung pro Mercedes schon gefallen. Denn 2026 gibt es neue Motoren – und bei einem Wechsel des Reglements traut man Mercedes am meisten zu.

Mercedes wird aus diesem Grund nächstes Jahr mit George Russell und vermutlich Rookie Kimi Antonelli (17) an den Start gehen. Sollte Verstappen 2026 bei den Silberpfeilen anheuern, muss einer der beiden gehen. Fazit von Ex-Teamchef Eddie Jordan (76), geäußert gegenüber unserer Zeitung: „Die Unruhen bei Red Bull, die Abgänge von Adrian Newey und Jonathan Wheatley können Max nicht gefallen. Ich wäre deshalb nicht überrascht, wenn Max 2026 zu Mercedes wechselt.“
RALF BACH

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