Ringerin Annika Wendle hat olympisches Bronze auf tragische Weise verpasst. In der Freistilklasse bis 53 kg verlor die 26-Jährige gegen Choe Hyo Gyong aus Nordkorea mit 0:10, die Olympiadebütantin verdrehte sich nach 19 Sekunden das linke Knie und weinte bittere Tränen, als sie nach nur 1:36 Minuten humpelnd die Matte verließ. Der Deutsche Ringer-Bund (DRB) muss damit weiter auf sein erstes Edelmetall warten.
Im Halbfinale hatte die Olympiadebütantin gegen die topgesetzte Lucia Yepez aus Ecuador, Dritte der WM 2023, mit 0:10 verloren, war aber über die Hoffnungsrunde noch in den Bronze-Kampf gerutscht. Für Wendle endete damit eine verrückte Geschichte ohne Happy End: Die ehemalige EM-Dritte hatte das Ticket für Paris zunächst nämlich verpasst. Weil Russlands Ringer-Verband kurzfristig beschloss, keine Athletinnen und Athleten unter neutralem Status nach Paris zu schicken, bekam Wendle überhaupt erst eine Chance.
SID