Wie gut sind wir?

von Redaktion

Haching erhofft sich von Duell mit Ingolstadt eine sportliche Standortbestimmung

Einer für die Defensive: Tim Knipping, Leihgabe vom SV Sandhausen. © Imago

Unterhaching – Zum oberbayerischen Drittliga-Derby gegen den FC Ingolstadt erwartet die SpVgg Unterhaching 6000 Zuschauer und eine Standortbestimmung. Denn so recht fehlt nach dem riesigen personellen Umbruch noch die Einordnung über die eigenen Fähigkeiten. „Für uns geht es in dieser Saison um den Klassenerhalt, das bedeutet, wir müssen 45 Punkte plus X holen, die Mannschaft muss schnell zusammenwachsen“, sagte Trainer Marc Unterberger nach der 0:3-Auftaktpleite bei der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund. Der Coach erwartet am Samstag (14 Uhr, Sportpark, MagentaSport live) einen heißen Tanz: „Ingolstadt ist hochkarätig besetzt und gehört zu den Aufstiegskandidaten.“

Während der Woche haben die Hachinger mit einer B-Elf im Toto-Cup mit 5:0 beim Bezirksligisten Münnerstadt gewonnen. Die beiden Neuzugänge Kai Eisele und Thomas Winklbauer konnten dabei besonders überzeugen. Personelle Alternativen sind akut gefragt: So fehlt Basti Maier nach der Gelb-Roten Karten bei der Niederlage in Dortmund. Boipelo Mashigo, letzte Saison noch der Pokalheld gegen den Bundesligisten FC Augsburg, muss wegen körperlicher Probleme ein Reha-Programm absolvieren. Auf der Verletztenliste stehen Max Lamby, Timon Obermeier und Robin Littig.

Zur Stabilisierung der Defensivabteilung haben die Hachinger noch Tim Knipping auf Leihbasis verpflichtet. Der 31-jährige stand zuletzt beim SV Sandhausen unter Vertrag. Der 1,90 Meter große Verteidiger absolvierte 139 Spiele in der 3. Liga und brachte es in der 2. Bundesliga auf 86 Einsätze. „Ich will meine ganze Erfahrung einbringen und die jungen Wilden ein bisschen führen“, erklärte der Innenverteidiger, der wahrscheinlich gegen Ingolstadt sein Debut für die Hachinger geben wird. Bis zum Ende der Transferzeit (Ende August) wird die SpVgg weiter den Markt sondieren. „Wenn Handlungsbedarf besteht, werden wir aktiv, ansonsten bleibt es beim derzeitigen Kader“, sagte Unterberger.
KLAUS KIRSCHNER

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