Webers Warten geht weiter

von Redaktion

Wieder kein Edelmetall: Julian Weber. © IMAGO

Julian Weber redete tapfer über diese nächste Enttäuschung, für einen kurzen Moment brachte er aber kein Wort mehr über die Lippen. „Der Support war auf jeden Fall da. Auf der einen Seite macht das traurig, aber auch glücklich, dass so viele Leute für mich…“, sagte der deutsche Speerwerfer – ehe seine Stimme stockte und er seinen Kopf zur Seite drehte.

So gern hätte Weber eine Medaille für sich und seine ganzen Unterstützer gewonnen, endlich auch auf der Weltbühne bewiesen, was er drauf hat. Doch im spektakulären Finale von Paris reichte es bei seiner dritten Olympia-Teilnahme nur zum sechsten Platz – trotz sehr ordentlichen 87,40 m. Das Warten auf einen Podestplatz auf Weltniveau geht für den Vize-Europameister somit weiter.

Weber rätselte. „Es ist echt ärgerlich. Ich war extrem gut drauf, körperlich wie auch mental habe ich mich extrem gut gefühlt, war entspannt“, berichtete der 29-Jährige, aber im Wettkampf habe er seinen Anlauf „nicht mehr so umsetzen“ können, „wie ich es eigentlich locker vorher gemacht habe“. Dabei habe er auf dem Einwurfplatz noch „ganz easy peasy 90 Meter geworfen“ – und das aus „einem lockereren Anlauf“.
SID

Artikel 1 von 11