Tag der Emotionen: Laura Ludwig nach dem Aus bei ihrem Heim-Turnier in Hamburg. © Instagram
Hamburg – Nach dem Abschied von der internationalen Bühne flossen bei Laura Ludwig die Tränen. „Ich war unglaublich emotional diese Woche“, sagte die Rio-Olympiasiegerin bei ihrem letzten Heimspiel in Hamburg: „Ich bin dankbar, dass ich diese 20 Jahre hatte, mit allen Momenten, Menschen und Partnern. Es sind Tränen, weil es einfach unglaublich ist.“ Beim Elite16-Turnier in ihrer Stadt scheiterte Ludwig mit ihrer Partnerin Louisa Lippmann im Viertelfinale. Im deutschen Duell unterlag das Duo den frischgebackenen Europameisterinnen Svenja Müller und Cinja Tillmann mit 0:2 (15:21, 18:21). Trauer überwog im Anschluss an die Niederlage und dem damit geplatzten Traum vom Heimsieg aber dennoch nicht. „Jetzt bin ich sehr müde, aber auch sehr glücklich. Dass wir dieses Turnier hier am Ende hatten und nicht mit drei Niederlagen ausgeschieden sind“, sagte Ludwig, die mit minutenlangen Standing Ovations vom Publikum am Rothenbaum gefeiert wurde: „Ich bin sehr glücklich über das, was wir gemacht haben.“ Vor 20 Jahren hatte sie ihr EM-Debüt gegeben, seitdem gewann die zweifache Mutter allein bei den kontinentalen Meisterschaften zehn Medaillen, viermal sicherte sie sich den Titel. Höhepunkt der Karriere war der Olympiasieg 2016 in Rio de Janeiro mit Kira Walkenhorst, ein Jahr später gewann das Duo zudem als erstes deutsches Frauen-Team den WM-Titel. Was nun bleibt, sind die deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand (29. August bis 1. September). Dann könnten wieder Tränen folgen.
SID