Noch eine Hallen-Liga

von Redaktion

Kroos setzt auf Show und Prominenz

Köln – Toni Kroos hat wieder Bock. „Der eine oder andere denkt bestimmt: Jetzt hat er aufgehört, jetzt ist ihm langweilig“, sagt der ehemalige Star von Real Madrid, wenn er über die am Sonntag startende und von ihm gegründete Icon League spricht: „Aber ich stehe zu 100 Prozent hinter diesem Projekt. Wir wollen etwas Neues schaffen.“

So neu ist das Konzept der nächsten Kleinfeld-Liga indes nicht. Ex-Profis oder bekannte Influencer als Teamkapitäne, vor allem Amateurspieler auf dem Feld, dazu Sonderregeln wie „Tore über die Bande zählen doppelt“ oder „getunnelte Spieler müssen vom Feld“ – ganz ähnlich funktioniert die Baller League, die derzeit ihre zweite Saison bestreitet.

Weit ist der Weg jedenfalls nicht: Zwischen der Motorworld in Köln, wo die Baller League ausgetragen wird, sind es keine neun Kilometer Luftlinie zur großen Lanxess Arena, wo die Icon League mit viel Brimborium startet. Auch Basketball-Star Dennis Schröder wird in der ausverkauften Arena für einen Dreier-Contest erwartet.

Kroos, der die Liga zusammen mit Streamer Elias Nerlich gegründet hat, erwartet „unterhaltsamen Fußball mit Entertainment“. Die Partien mit fünf Spielern pro Mannschaft dauern 2×15 Minuten und sind kostenlos bei Twitch zu sehen, anders als bei der Baller League gibt es kein Abseits, dafür aber Banden. Als Teamkapitäne sind unter anderem Robert Andrich, Antonio Rüdiger, Alaba, Ribery oder Eishockey-Star Leon Draisaitl dabei. Wenn sie denn Zeit haben.
SID

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