Platt: Emil Madsen. © IMAGO/von Fehrn
Witt kritisiert deutsches Olympia-Abschneiden
Berlin – Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Katarina Witt hat harsche Kritik am deutschen Abschneiden bei den Spielen in Paris geäußert. „Ein zehnter Platz im Medaillenspiegel ist ziemlich beschämend für so eine führende Sportnation, die wir mal waren“, sagte die Goldmedaillen-Gewinnerin von 1984 und 1988 der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Sie sehe darin ein Spiegelbild für die Situation, „in der unser Land insgesamt steckt. Daran haben die Sportler selbst die geringste Schuld, es sind die Umstände, die ihnen einfach nicht das Training ermöglichen“, fügte Witt hinzu. Die 58-Jährige sprach sich dafür aus, Olympia-Gold höher zu honorieren. „Wenn man, wie eine Athletin so passend äußerte, für einen Olympiasieg 20 000 Euro bekommt, jedoch die Dschungelkrone 100 000 Euro wert ist, läuft doch etwas schief“, äußerte Witt. „15 Tage emotionales nackig machen im Gegensatz zu 15 Jahren hartes und entbehrungsreiches Training für olympische Höchstleistungen.“
THW Kiel: Es fehlen die personellen Alternativen
Kiel – Vier Spiele, zwei Niederlagen: Die Bilanz des THW Kiel in der noch jungen Spielzeit der Handball-Bundesliga ist bislang wenig berauschend. „Mit nur drei Rückraumspielern fehlte uns in der ersten Halbzeit der Zug zum Tor“, sagte Trainer Filip Jicha nach der 21:25 (8:15)-Heimniederlage gegen die MT Melsungen. Das Fehlen von Harald Reinkind (Fersen-Operation), Nikola Bilyk (Muskelverletzung) und Elias Ellefsen á Skipagøtu machte sich deutlich bemerkbar.