Ex-Cowboys-Coach: Nadine Nurasyid.
NFL-Deutschland-Chef Alexander Steinforth.
Mitten drin in der Gaudi: Ex-NFL-Star Sebastian Vollmer mit der Paulaner-Mass. © Achim Frank Schmidt (3)
München – Noch 43 Tage, der Countdown zum Touchdown läuft: Am 10. November bestreiten in Fröttmaning die Carolina Panther und die New York Giants das vierte NFL-Spiel auf deutschem Boden, das zweite in München nach der Premiere 2022. Aber die NFL feiert schon jetzt – natürlich auf der Wiesn! Bevor in der Allianz Arena die ganz große Party steigt, wurde die bayerisch-amerikanische Beziehung nun im Paulaner Festzelt zelebriert. Auf dem Balkon im Festzelt ließ die Liga vor den Augen der (Football-)Prominenz keinen Zweifel daran aufkommen, wie relevant der deutsche Markt mittlerweile für die NFL ist.
20 Millionen Football-Fans in Deutschland
„Uns ist es enorm wichtig, die knapp 20 Millionen Football-Fans in Deutschland mit Spielen zu belohnen. Dabei darf natürlich der lokale Touch nicht fehlen und was bietet sich da mehr an als das Oktoberfest“, erklärte NFL-Deutschland-Chef Dr. Alexander Steinforth. Eine Liebesbeziehung, die keinesfalls einseitig daherkommt. Nicht nur die Bayern feiern die Amerikaner und ihren Sport, sondern auch umgekehrt. „Wir haben eine Reihe an US-Gästen hier und die freuen sich sehr, die Wiesn erleben zu dürfen“, so Dr. Steinforth. Und über Musik à la „Sweet Caroline“ ist der Weg ins Herz des Gegenübers kurz.
Begeistert von der NFL-Deutschland-Symbiose waren auch die, die beide Seiten hautnah erleben durften. Sebastian Vollmer, zweimaliger Super-Bowl-Champion mit den Patriots und Tom Brady, fremdelte zwar etwas mit den Lebkuchenherzen, sagte aber trotzdem: „Schon das erste Mal, als die NFL in München war, hatten wir ein super Event, jetzt erwarte ich genau dasselbe.“ Noch etwas euphorischer zeigte sich Kasim Edebali, der zwischen 2014 und 2018 62 Mal in der besten Footballliga der Welt auflaufen durfte: „Die NFL in Deutschland ist für mich das Größte. Was die Energie und die Atmosphäre angeht, ist das nicht zu toppen.“ Der Mann, der zurecht den Spitznamen „Vollmaschine“ trägt, bestätigte zudem, wie fasziniert die Amerikaner von der bayerischen Kultur sind: „Wenn ich in den USA etwas über Deutschland gefragt wurde, war eigentlich immer nur Bayern gemeint. Was Lederhosen & Co. angeht, haben die Amerikaner richtig Bock, dazuzulernen.“
Zwei geladene Gäste, die über die bayerische Kultur nichts mehr lernen müssen, waren Giovane Elber und Claudio Pizarro. Die Bayern-Legenden haben sich nach der aktiven Karriere auch vom fliegenden Ei faszinieren lassen und freuen sich nun auf das Spiel in München: „Es ist ein Traum, dass man diese Sportart hier erleben darf“, so Elber.
Die NFL und München sind an diesem Abend auf der Wiesn also noch ein Stück näher zusammengerückt, sagt auch Ex-Cowboys-Trainerin Nadine Nurasyid als offizielle Botschafterin der Partie: „Das ist einfach die beste Kombination der Welt.“
CLAAS SCHÖNFELD