Eberls Schattenmann

von Redaktion

Bayerns Sportvorstand setzt auf den früheren Teammanager

Immer an der Seite von Max Eberl: Ex-Teammanager Wernscheid (li.) auf der Campus-Tribüne. © IMAGO

München – Anfang der Woche lud der FC Bayern zu einem mehrtägigen Führungskräfte-Workshop in die Allianz Arena. Dabei hielten Club-Patron Uli Hoeneß, Präsident Herbert Hainer, CEO Jan-Christian Dreesen, Finanzboss Michael Diederich und auch Max Eberl Vorträge. Ebenfalls anwesend: Bastian Wernscheid, der Schattenmann des Münchner Sportvorstands.

Seit 2017 arbeitet Wernscheid für den FC Bayern. Im Januar gab er nach knapp drei Jahren im Amt – angeblich auch aufgrund von Spannungen mit Kathleen Krüger – seinen Posten im Teammanagement auf und trat stattdessen eine Stelle als „Referent Sport“ an. Ursprünglich sollte er dabei hauptsächlich Sportdirektor Christoph Freund unterstützen. Mittlerweile ist er aber vor allem als rechte Hand von Eberl eingespannt, quasi ein „Referent Sportvorstand“. Und als dieser ist der 34-Jährige im Club am Nähesten am früheren Gladbach-Boss dran. Dem Vernehmen nach vertraut Eberl Wernscheid am meisten.

Nach unseren Informationen ist der ehemalige Kölner Nachwuchsspieler Schnittstelle zwischen Beratern, Juristen oder auch Verantwortlichen anderer Clubs und dem Sportvorstand des FC Bayern. Eberl soll damit auch entlastet werden und nicht jedes noch so kleine Anliegen selbst bearbeiten müssen.

Berater, die nicht die Topstars des FCB vertreten, schätzen, dass sie mit Wernscheid nun einen Ansprechpartner haben, der sich um ihre Belange kümmert, und ihre Themen nicht aufgeschoben werden. Beim Leih-Deal von Bryan Zaragoza zu Osasuna im Sommer war er beispielsweise maßgeblich involviert.

Wernscheid sitzt teilweise auch bei Verhandlungen im Raum. Es heißt: Sollte man im Vorhinein nicht wissen, welche Rollen er, Eberl und Freund haben, könnte man manchmal glauben, Wernscheid hätte am meisten zu sagen.

Innerhalb des Vereins gibt es durchaus Stimmen, die der Meinung sind, Wernscheids Aufstieg sei ihm etwas zu Kopf gestiegen. Vorwurf: Er nehme sich mittlerweile sehr wichtig. Immerhin: Er gilt als fleißig und lernwillig.
PK, BOK

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