Bayer-Stürmer Victor Boniface. © Probst/dpa
Leverkusen – Victor Boniface fehlte. Als die übrigen Stars von Bayer Leverkusen am Dienstag im bretonischen Sonnenschein aus dem Propellerflieger stiegen, war vom nigerianischen Torjäger keine Spur. Spätestens damit platzte jegliche Hoffnung auf einen Einsatz im kniffligen Champions-League-Spiel bei Stade Brest am Mittwoch (nach Drucklegung dieser Ausgabe): Der Meister musste das „große Brett“ Brest, wie Torhüter Lukas Hradecky den Gegner nennt, ohne Boniface bohren.
Der Autounfall vom Sonntag hat dem 23-Jährigen offensichtlich heftig zugesetzt. „Wir haben mit ihm gesprochen, es war nicht allzu ernst, aber es war ein Vorfall, der sich ausgewirkt hat“, berichtete Trainer Xabi Alonso. „Wir haben diese Tage genutzt, damit er sich von dem emotionalen Schock erholt. Körperlich geht es ihm sehr gut, aber es war wahrscheinlich besser, ihn nach einem Ereignis wie diesem nicht mitzunehmen.“
Boniface hatte am Sonntagmorgen als Beifahrer in einem Mercedes gesessen, der laut Polizei aufgrund eines übermüdeten Fahrers auf der A3 mit einem LKW kollidierte. Boniface kam größtenteils mit dem Schrecken davon. Interne Kritik an dem Ausflug zum Frankfurter Flughafen gab es nicht. „Natürlich ist es nicht gut, dass die Situation entstanden ist. Aber es war ein freier Tag, da dürfen die Spieler auch mal im Auto sitzen und Familie oder Freunde vom Flughafen abholen“, erklärte Bayers Sportchef Simon Rolfes .