Palhinha plötzlich Leistungsträger?

von Redaktion

Portugiese rückt nach dem Ausfall von Mittelfeld-Stammkraft Pavlovic in den Fokus

Kompromisslos: Palhinha (re.) im Zweikampf mit Stuttgarts Vagnoman. © Weller/dpa

München – Bei exakt 14 Minuten stand das Minutenkonto von Joao Palhinha in der laufenden Champions-League-Saison, als er das Teamhotel „Sofitel Barcelona Skipper“ am Dienstagabend erreichte. Aber man kann davon ausgehen, dass sich diese Statistik beim Heimflug am Donnerstagmittag aus Barcelona ganz anders lesen wird. Denn seit dem bitteren Ausfall von Aleksandar Pavlovic inklusive Schulter-Operation ist der 50-Millionen-Mann vom Bankdrücker zu einem der wichtigsten Männer im Kader von Vincent Kompany aufgestiegen. Nach 82 Minuten gegen den VfB Stuttgart (4:0) wartete am Mittwoch (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe) beim FC Barcelona die erste echte Reifeprüfung im Bayern-Trikot.

„Wir haben immer gesagt, dass es uns richtig gut tut, dass wir Joao im Sommer geholt haben“, sagte Sportdirektor Christoph Freund am Mittwoch. Nebenmann Joshua Kimmich hatte schon am Samstag schon betont: „Er hat mir tatsächlich sehr gut gefallen.“

Dass die Situation für den 29-Jährigen „keine einfache“ gewesen ist, wie Kimmich betonte, war und ist allen im Team bewusst. Das Stichwort „Holding Six“, der Mammut-Transfer über ein ganzes Jahr, dazu 50 Millionen Euro als Last auf der Schulter: Palhinha ist eigentlich als Leistungsträger gekommen – und spielte bislang kaum eine Rolle.

Kimmich sagt: „Er hatte sehr gute Ballgewinne, ist mit Ball sehr sicher, hatte eine gute Position gegen den Ball.“ Viel wichtiger aber der Fakt, „dass unser Spiel nicht schlechter war als vorher“. Palhinhas Vorzüge – „mal gegen den Ball reinfahren, sehr physisch spielen“ – könnten gegen Barça sehr wertvoll sein. Nach 90 Minuten weiß man mehr.
HLR, PK

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