Nagano – Die deutschen Eisschnellläufer starten mit Rückenwind, aber erstmals seit 2011 ohne Claudia Pechstein in die Weltcup-Saison. Die 52 Jahre alte Berlinerin gehört nicht zum 14-köpfigen Aufgebot für die ersten beiden Weltcups in Nagano und Peking, das im Anschluss an die deutschen Meisterschaften in Inzell nominiert wurde. Pechstein hatte auf ihre Teilnahme an den Titelkämpfen wegen der Belastungen durch ihren Millionen-Prozess vor dem Oberlandesgericht München gegen den Eislauf-Weltverband verzichtet.
Die Olympiasiegerin kämpft gegen die Isu um Schmerzensgeld und Schadenersatz wegen einer 2009 verhängten zweijährigen Dopingsperre, nach deren Ablauf im Februar 2011 sie in den Weltcup zurückgekehrt war. Pechstein hat Doping immer bestritten.
Vorläufig zum Aufgebot gehört hingegen Hendrik Dombek trotz seiner Oberschenkelverletzung. Abhängig von weiteren medizinischen Untersuchungen an diesem Montag ist der 500-Meter-Meister für Starts über 500 Meter, 1.000 Meter und 1.500 Meter sowohl im japanischen Nagano als auch in Chinas Hauptstadt vorgesehen.
Der 27 Jahre alte Münchner hatte sich am Freitag beim Start zum zweiten 500-Meter-Rennen verletzt und anschließend wegen des Verdachts auf einen Muskelbündelriss die weiteren Starts abgesagt.