Liga-Debüt: Kai Eisele stand zum ersten Mal für die SpVgg Unterhaching im Tor. © IMAGO/Maul
Hachings Bester: Johannes Geis traf per Freistoß. © IMAGO
Unterhaching – Die Ergebniskrise der SpVgg Unterhaching hält weiter an. Die Hachinger sind nach dem 1:1 (1:1) gegen den SV Waldhof Mannheim nunmehr seit neun Spielen sieglos. Der Tabellenvorletzte tritt nach dem unentschieden vor 5000 Zuschauern auf der Stelle.
Die Mannheimer unter Ex-Löwe Bernhard Trares als Trainer konnten in der Partie das ausspielen, was Haching derzeit nicht besitzt: Nämlich einen wuchtigen und torgefährlichen Stürmer namens Terrence Boyd, der mit einem Traumtor ins Kreuzeck das 1:0 erzielte (12.). Auf der Gegenseite taten sich die Angreifer der Hausherren schwer, sich durchzusetzen. Ein Lattentreffer von SpVgg-Innenverteidiger Tim Hoops nach einem Freistoß von Johannes Geis (25.) war zunächst die einzige Großchance der Heimelf.
Die SpVgg konnte sich glücklich schätzen, dass sie in Geis einen überragenden Standardspezialisten in ihren Reihen hat. Dieser Trumpf stach diesmal in der 43. Minute, als Geis einen Freistoß ins lange Eck zum 1:1 beförderte. Trotz Überlegenheit im zweiten Durchgang sprang jedoch nichts Zählbares mehr für die Vorstädter heraus. „Wir müssen uns für die zweite Halbzeit belohnen. Leider fehlt noch das letzte Quäntchen“, so Geis. Auch der erstmals in einem Punktspiel im Tor stehende Kai Eisele konnte sich trotz einer guten Leistung nicht so wirklich über seine Premiere freuen. Eisele vertrat überraschend U 17-Weltmeister Konstantin Heide und hielt mit einer starken Parade gegen Boyd (55.) den Hachinger Punkt fest. „Ich bin enttäuscht über das Ergebnis, wir haben viel Aufwand betrieben“, so der Hachinger Sommerneuzugang.
Lob gab es von Unterhaching-Cheftrainer Marc Unterberger, der dem 29-Jährigen das Vertrauen für die nächsten zwei Spiele auswärts bei Stuttgart II und im Totopokalspiel beim TSV 1860 an der Grünwalder Straße ausgesprochen hat. „Er ist sehr flankenstark und mit seiner Körpergröße strahlt er Präsenz aus“, so Unterberger.
ROBERT M. FRANK