Am liebsten abtauchen möchte Pep Guardiola in Citys Durststrecke. © IMAGO/Mutsu Kawamori
Wenig königlich: Real-Star Jude Bellingham. © IMAGO/ABACA
Es brodelte in Carlo Ancelotti nach der neuerlichen Heimniederlage. „Es gibt Unruhe, das ist normal, die Nacht wird sehr lang, denn wir müssen alle darüber nachdenken, wie wir die Dinge verbessern können und wieder zu der Solidität finden, die wir so lange hatten“, monierte der Trainer von Real Madrid. Das 1:3 (1:2) gegen die AC Mailand war nicht nur die zweite Niederlage in der Ligaphase der Champions League, sondern zugleich die zweite Pflichtspielpleite nacheinander nach dem 0:4 im Clasico gegen Barcelona. Ancelotti nahm seine Spieler um Antonio Rüdiger in die Pflicht. Es sei „eine Frage der Aufopferung, der Konzentration und der kollektiven Arbeit“.
Spaniens Rekordmeister steckt in einer heiklen Situation. Schon zwei Niederlagen in vier Spielen im Paradewettbewerb Champions League, der schwache Auftritt gegen die AC Mailand bedeutete den nächsten Rückschlag und bescherte den Königlichen reichlich Kritik der heimischen Presse. „Madrids Krise ist nach der Niederlage gegen Mailand real“, titelte Mundo Deportivo. Die Marca sah „ein zerfleddertes Madrid, eine Mannschaft ohne Spiel und körperliche Stärke, in der jeder unter seinem Niveau ist“.
Zur Halbzeit der Ligaphase liegt Real, das nur gegen Stuttgart (3:1) und Dortmund (5:2) zu Hause gewann, mit sechs Punkten nur im Tabellenmittelfeld. In der Liga fehlen bei einem Spiel weniger schon neun Zähler auf Tabellenführer Barca. Gegen Milan pfiff das treue, aber auch stets ehrliche Publikum im Santiago Bernabéu schon zur Pause.
Nicht viel besser sieht es bei Manchester City aus. Auch der englische Gigant präsentierte sich völlig von der Rolle. Die größte Durststrecke seit sechs Jahren vermieste Pep Guardiola die Laune. „Es ist schwer zu schlucken“, sagte der Startrainer nach dem blamablen 1:4 (1:1) seiner Citizens bei Sporting Lissabon: „Emotional waren wir nicht stabil genug, und in diesem Wettbewerb muss man stabil sein.“ Von der über Jahre aufgebauten Stabilität ist bei Manchester City nichts mehr übrig. Mit dem Aus im Ligapokal gegen Tottenham, der Liga-Pleite in Bournemouth und der Blamage von Lissabon samt verschossenem Elfmeter von Erling Haaland gab es erstmals seit 2018 wieder drei Niederlagen in Serie. „Alles scheint in die falsche Richtung zu laufen“, haderte Bernardo Silva.
SID